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Dieser Nagelsmann-Kniff ließ Sané durchstarten

·Lesedauer: 4 Min.
Dieser Nagelsmann-Kniff ließ Sané durchstarten
Dieser Nagelsmann-Kniff ließ Sané durchstarten
Dieser Nagelsmann-Kniff ließ Sané durchstarten

Die Gala-Vorstellung am Samstag war vielleicht der letzte Beweis, dass Leroy Sané sportlich nun wirklich angekommen ist.

Vor wenigen Wochen noch Sorgenkind des FC Bayern - nun vollends aus dem Tief herausgekämpft.

Sané hat seine starke Form aus den Länderspielen mit dem DFB-Team nach München mitgenommen, nachdem er Ende August beim 3:2 über den 1. FC Köln noch von eigenen Fans hämisch mit Applaus honoriert und ausgepfiffen worden war.

Alles Schnee von gestern. Beim 7:0-Schützenfest des Rekordmeisters nun gegen den VfL Bochum wurde Sanés Wandlung überdeutlich. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

In der 17. Spielminute hatte der selbstbewusst wie selten wirkende Nationalspieler vor dem ruhenden Ball gestanden und ihn dann sehenswert über die Mauer geschlenzt und zur Führung genetzt. Nichts zu machen für den Bochumer Schlussmann Manuel Riemann. (So effizient war Sané bei Bayern noch nie)

Leroy Sané trainiert „viele Freistöße“

„Ich habe geschaut, wie die Mauer steht. Ich wusste, dass er den Ball relativ gut sieht“, analysierte Sané nach dem Schlusspfiff bei Sky: „Der Gegenspieler steht zuerst in der Mauer und läuft dann raus und wieder rein. So versperrt er dem Torwart die Sicht.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Doch so treten muss man den Freistoß eben auch erst mal. „Ich trainiere viele Freistöße, gerade vor dem Spiel, um mir ein gutes Gefühl zu holen“, verriet der 25-Jährige, der danach auch noch das 2:0 von Joshua Kimmich vorbereitete.

Als Sané gefragt wurde, ob der Knoten nun endlich geplatzt sei, durfte sich Sané nach dem Freispielen auch noch Freireden: „Ich hoffe doch. Ich versuche immer mein Bestes zu geben, und das läuft im Moment sehr gut. Da will ich weitermachen.“

Er habe jetzt zwar „ein gutes Spiel gemacht, es gibt aber immer ein paar Sachen, die man besser machen kann - und die spricht der Trainer an. Das versuche ich im nächsten Spiel umzusetzen.“

So klingt einer, der bereit ist, zu lernen und sich zu entwickeln - jemand, der Ratschläge annehmen mag und eben keineswegs glaubt, bereits alles zu beherrschen, wie mancher Kritiker es Sané nicht zuletzt wegen dessen gern allzu lässig daherkommender Körpersprache unterstellt.

Nagelsmann lobt Einstellung von Sané

Und sein Trainer? Der freut sich, dass die Köln-Partie für seinen Schützling offenbar der Brustlöser war, Sané geläutert in Erscheinung tritt.

„Ich sehe die Entwicklung sehr gut, genau wie das Spiel heute. Er ist unglaublich engagiert, das war er auch schon in den beiden Spielen vor der Länderspielpause“, lobte Julian Nagelsmann während der Pressekonferenz nach dem Bochum-Duell.

„Er hat gute Entscheidungen getroffen, ohne dass ihn diese jemand mitgeteilt hat. Er wirft sich in den Momenten, die nichts mit seinem großen Talent zu tun hat, unglaublich rein“, fügte Nagelsmann an.

Spürt Sané nunmehr gar auch psychologisch mehr Support? Der FCB-Coach beschrieb das so. „Jeder Mensch braucht eine gute Beziehung zum Trainerteam, um Gas geben zu können. Das ist gegeben.“

Das sieht wohl auch Sané so, der dem Coach einen Anteil am gegenwärtigen Höhenflug zuspricht: „Er hat mich auf links gestellt. Ich weiß, dass er mit Hansi (Flick, Anm. d. Red.) sehr viel darüber geredet hat. Bisher läuft alles gut, daher bin ich zufrieden.“

Klassisch auf der linken Seite spielt Sané inzwischen allerdings gar nicht mehr.

„Er hat offensiv eine sehr gute Position. Man versucht ihn oft auf den Flügel zu beschränken, er hat aber zum vierten Mal in Folge bei mir auf einer Acht oder Zehn im Halbraum gespielt. Dort hat er große Qualitäten“, meinte Nagelsmann.

Pfiffe der Bayern-Fans bringen Sané auf Kurs

Neben (neuer) persönlicher Einstellung und dem Trainer war am Ende wohl noch ein Umstand entscheidend für den Aufschwung des 37-maligen Nationalspielers: Die Pfiffe der eigenen Fans beim besagten ersten Saison-Heimspiel gegen Köln.

„Ja auch“, gab Sané zu, als er gefragt wurde, ob sie eine Rolle bei der Änderung seiner Einstellung gespielt haben: „Generell weiß ich aber, was ich abliefern kann. Ich wusste, dass ich Zeit brauchte, ich habe mich aber nicht zurückgelehnt. Es ist nicht so, dass ich das noch mal erleben will.“

Nebenbei gelang Sané gegen Bochum noch das Kunststück, bei jedem seiner jüngsten fünf Pflichtspielen direkt an einem Treffer beteiligt gewesen zu sein - was ihm seit seit seinem Wechsel zu den Bayern im Sommer 2020 noch nie gelungen war.

Wer rechnen kann: Es sind genau die fünf Partien der Bayern seit dem Köln-Erlebnis.

Zum Beginn der heißen Saison-Phase erscheint der Zeitpunkt gerade richtig, dass Sané endlich so richtig in München angekommen ist - und Hunger auf mehr hat.

Nagelsmann sieht es so: „Wir sollten nicht so viel über ihn reden, sondern ihn einfach machen lassen.“

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