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Wenig Eigenkapital: Immobilienkredit durch Aufschläge teurer

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Immobilienkredite sind derzeit zwar grundsätzlich günstig - wer aber nur wenig Eigenkapital mitbringt, muss doch tiefer in die Tasche greifen.
Immobilienkredite sind derzeit zwar grundsätzlich günstig - wer aber nur wenig Eigenkapital mitbringt, muss doch tiefer in die Tasche greifen.

Die Hypothekenzinsen sind zwar derzeit niedrig - doch wenn Käufer nur wenig Eigenkapital mitbringen, wird die Finanzierung trotzdem teuer. Experten zufolge lohnt sich hier ein genauer Zinsvergleich.

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Wie viel Zinsen am Ende für einen Immobilienkredit fällig werden, hängt auch davon an, wie viel Eigenkapital die Käufer des Hauses oder der Wohnung mitbringen.

Grundsätzlich gilt: Je höher die Beleihung der Immobilie ist, desto teurer der Kredit - und nach Angaben der FMH-Finanzberatung haben einige Institute an dieser Stelle nun an der Zinsschraube gedreht.

So hat laut FMH ein regionaler Anbieter den Zinsaufschlag für Beleihungen ab 80 Prozent, bei denen also nur 20 Prozent Eigenkapital mitgebracht werden, von 0,15 auf 1,00 Prozent erhöht. Für Beleihungen ab 90 Prozent stieg der Zinsaufschlag von 1,00 auf 2,00 Prozent. Mit dem aktuellen Basiszins von 1,10 Prozent addiert, ergebe das einen Effektivzins von 2,10 Prozent für 80 Prozent-Finanzierungen und von sogar 3,10 Prozent für 90 Prozent-Finanzierungen.

Wer wenig Eigenkapital für den Kauf zur Verfügung hat, sollte allerdings die Angebote mehrerer Geldhäuser gut vergleichen. Laut FMH liegt der günstigste Anbieter für 80 Prozent-Finanzierungen derzeit bei 0,71 Prozent und für 90 Prozent-Finanzierungen bei 0,88 Prozent (Stand: 2. Oktober 2020).