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Verbraucherzentrale warnt vor Fake-Online-Shops aus Asien

·Freiberufliche Journalistin

Kleidung, Beauty-Produkte, technische Geräte – die Verbraucherzentrale warnt vor vermeintlich deutschen Online-Shops, hinter denen Ramsch-Händler aus Asien stecken.

Online Ecommerce Shopping On Screen Using App
Die Verbraucherzentrale warnt vor Billigangeboten asiatischer Online-Shops. (Bild: Getty Images)

Beim Einkaufen im Internet lässt sich immer wieder das ein oder andere Schnäppchen machen. Doch wenn Waren zu scheinbar unschlagbaren Preisen angeboten werden, sollten Käufer*innen misstrauisch werden.

Denn derzeit häufen sich bei der Verbraucherzentrale Beschwerden zu Fake-Online-Shops aus Asien. Die machen auf Social-Media-Plattformen massiv Werbung für supergünstige Produkte aller Art. Da werden etwa Pullover für fünf Euro oder Kleider für 21 Euro angeboten. Auch technische Geräte, Möbel, Haushaltswaren und vieles mehr gibt‘s für ganz kleines Geld.

Deutsche Namen sollen Vertrauen erwecken

Professionelle Produktbilder und Artikelbeschreibungen erwecken den Anschein hochwertiger Waren. Deutschsprachige Namen der Shops wie etwa "Wolf Fashion", "Susannes Beauty" oder "Hallo BH" sowie Internetadressen, die auf .de enden, sollen Kund*innen in Sicherheit wiegen.

Doch mit der Realität hat das oft nicht viel zu tun. Hinter den angeblich deutschen Internetadressen verstecken sich in vielen Fällen chinesische Händler. Erst im Nachhinein wird Verbraucher*innen dann klar, dass sie eigentlich im Ausland bestellt haben. Etwa, wenn der "sofort lieferbare" Artikel mehrere Wochen braucht, bis er in Deutschland ankommt.

Produkte sind meist mangelhaft

Zudem haben die georderten Waren mit den Fotos in den Shops meist nur wenig gemein. "Insbesondere Kleidung aus asiatischen Shops weist immer wieder erhebliche Mängel in der Verarbeitung oder im Schnitt auf. Darüber hinaus bestehen die Textilien manchmal aus völlig anderen Materialien als im Webshop angegeben. Die ausgewählten Kleider sind dann beispielsweise nicht aus Baumwolle oder Leinen, sondern aus synthetischen Materialen wie Polyester", so die Verbraucherzentrale. Auch mit den Größenangaben gebe es immer wieder Probleme.

Rückgabe oft unmöglich

Richtig schwierig wird es, wenn Kund*innen von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen wollen. Vielfach haben die Shops kein Impressum und somit auch keine Adresse über die sie erreichbar sind oder die Rücksendungen sind mit so hohen Kosten verbunden, dass sich die Rückgabe nicht lohnt.

Obendrein kann bei Bestellungen außerhalb der Europäischen Union auch Ärger mit Zoll und Steuern drohen. Je nach Warenwert sind Zollgebühren, Zollkosten, Zollsteuern und/oder Einfuhrumsatzsteuer zu entrichten. Und manchmal schauen Käufer*innen vollends in die Röhre, nämlich dann, wenn die Händler Plagiate verkaufen und die vom Zoll abgefangen und vernichtet werden. Neben den Kosten dafür können auf Betroffene dann auch noch zusätzlich die Anwaltskosten des Markenrechteinhabers zukommen.

Wer sich vor solchen zweifelhaften Angeboten schützen will, sollte vor dem Kauf lieber zwei Mal hinschauen und prüfen, wo der Anbieter seinen Sitz hat und welche Rückgabemöglichkeiten es gibt.

Weitere Informationen zu chinesischen Online-Shops und eine Auflistung von Anbietern, zu denen bereits Beschwerden eingegangen sind, finden Sie hier bei der Verbraucherzentrale Hamburg.

Im Video: Online-Shopping - Sechs Tricks, um Fake-Bewertungen zu entlarven

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