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Vorwurf von Experten: Die WHO und Regierungschefs der Welt hätten die Corona-Pandemie verhindern können

·Lesedauer: 2 Min.
Das Logo der Weltgesundheitsorganisation.
Das Logo der Weltgesundheitsorganisation.

Ein unabhängiges Gremium für Pandemievorsorge und -reaktion hat im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Handeln von Entscheidern auf der ganzen Welt – von Behörden ebenso wie von der WHO selbst –seit Beginn der Coronavirus-Pandemie untersucht. Aus dem Bericht des Gremiums lassen sich nicht nur Lehren für künftige Pandemien ziehen. Es wird auch deutlich, dass eine schnellere internationale Reaktion die globale Covid-19-Katastrophe hätte verhindern können, wie die „Financial Times“ berichtet.

In dem Bericht werden sowohl die chinesischen Behörden als auch die WHO für ihr zu langsames Handeln kritisiert. So erklärte die WHO erst Ende Januar einen Gesundheitsnotstand von internationaler Bedeutung und stufte die Lage erst am 11. März zu einer Pandemie hoch. Aber auch viele Nationen Europas und Nordamerikas haben den Februar 2020 durch Untätigkeit verschwendet. Wären bereits im Februar 2020 Maßnahmen, wie umfassendere Reisebeschränkungen, ergriffen worden, hätte vielleicht die globale gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche Katastrophe eingehegt werden können.

Eine neue zentrale Verteilungsstelle für medizinische Güter

Um in Zukunft auf derartige Situationen nicht nur besser vorbereitet zu sein, sondern auch besser reagieren zu können, empfiehlt das Gremium daher einen Rat für globale Gesundheitsbedrohungen einzurichten. Der Rat würde Mittel aus der internationalen Pandemie-Finanzierung an Institutionen vergeben, die in der Lage sind, Impfstoffe, Diagnostika, Medikamente und Vorräte schnell und gerecht weltweit zu liefern – jährlich sollen für die Vorsorge fünf bis zehn Milliarden Dollar und im Notfall 50 bis 100 Milliarden Dollar zur Verfügung stehen.

Durch diese Umgestaltung des Engagements sollen sich die Bürger weltweit wieder sicherer fühlen können. Denn bisher waren die internationalen Gesundheitsvorschriften das einzige rechtlich verbindliche Instrument bei Krankheitsausbrüchen. Allerdings kritisierte das Gremium, dass die Vorschriften so festgelegt waren, dass sie schnell greifende Maßnahmen eher erschwerten als erleichterten. Laut dem Gremium ist es daher auch sinnvoll, dass die WHO mehr Befugnisse bekommt, Informationen über Krankheitsausbrüche ohne Zustimmung der Regierungen zu untersuchen und zu veröffentlichen. Denn unter anderem in China wurde beim Ausbruch der Corona-Pandemie die Arbeit der Gesundheitsorganisation stark behindert.

Die Mitglieder des Gremiums sprechen mit den Regierungschefs, um sicherzustellen, dass die empfohlenen Maßnahmen umgesetzt werden. Es gibt ausreichend Berichte über frühere Gesundheitskrisen. Laut der ehemaligen Präsidentin von Liberia und Ökonomin Ellen Johnson Sirleaf müsse man diesen endlich Beachtung schenken, damit sich die Weltgemeinschaft in Zukunft nicht mehr in einer Katastrophe wie der aktuellen wiederfindet. Man müsse aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, sagte Johnson Sirleaf. it

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