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„Panzer der Zukunft“: Deutscher und französischer Verteidigungsminister unterzeichnen milliardenschweres Rüstungsprojekt

Die Verteidigungsminister Frankreichs und Deutschlands trafen sich an diesem Freitag in Paris, um eine Vereinbarung über ein neues gemeinsames Panzerprojekt namens Main Ground Combat System (MGCS) zu ratifizieren.

Mit dieser formellen Vereinbarung beginnt die Entwicklung der ersten Phase des gepanzerten Fahrzeugs, das als „Panzer der Zukunft“ bezeichnet wird — ein Projekt im Wert von mehreren Milliarden Euro.

Kein neuer Leopard 2

Der neue Kampfpanzer soll den deutschen Leopard 2-Panzer und den französischen Leclerc ersetzen.

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Obwohl beide Minister darauf bestanden, sollte das Projekt nicht als neues Modell des Leopard 2-Panzers betrachtet werden, eines der fortschrittlichsten Kampffahrzeuge der Welt.

„Es geht nicht darum, einen Leopard 3 oder 4 zu bauen, es geht darum, etwas ganz Neues zu entwerfen“, betonte Boris Pistorius, der deutsche Verteidigungsminister.

Berichten zufolge wird der Panzer mit künstlicher Intelligenz ausgestattet sein und über bestimmte automatisierte Systeme verfügen, für die keine „menschlichen Piloten“ erforderlich sind, sagte Pistorius.

Die Minister kündigten an, dass die Verteilung der Verträge für die Hersteller voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen sein wird — „ein ehrgeiziges Ziel“, sagten sie vor Journalisten.

Der Panzer der nächsten Generation wird voraussichtlich bis 2040 fertiggestellt sein.

Die Entwicklung eines Panzers der nächsten Generation zeigt, wie Europa seine Verteidigungsindustrie ausbaut und versucht, mit der zunehmenden Militärtechnologie aus Ländern wie Indien und China zu konkurrieren.

Von beiden Ländern zu gleichen Teilen finanziert

Das MGCS ist das zweite große Rüstungsindustrieprojekt zwischen den beiden europäischen Mächten.

Es fällt mit einem weiteren großen deutsch-französischen Plan zusammen, neben Drohnensystemen auch den Kampfjet der nächsten Generation, FCAS, zu bauen.

Deutschland soll die Entwicklung des MGCS anführen, während Frankreich bei der Entwicklung des FCAS die Führung übernimmt.

Beide Länder werden sich den Preis für den neuen Panzer zu gleichen Teilen teilen.

Sébastien Lecornu, der französische Verteidigungsminister, nannte KNDS, Rheinmetall und Thales als die Unternehmen, die am Bau des MGCS mitwirken könnten.

Das Projekt, über das 2017 erstmals diskutiert wurde, war jedoch von Meinungsverschiedenheiten und politischen Spannungen zwischen beiden Ländern in Bezug auf Themen wie die Energiewende geprägt.

Doch Boris Pistorius beruhigte den Saal und behauptete, das gemeinsame Abkommen sei ein „Zeichen unseres gegenseitigen Vertrauens trotz des aktuellen geopolitischen Kontextes“.