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VIRUS/Behörden: Verstorbener Franzose war vorher nicht in Risikogebiet

PARIS (dpa-AFX) - Der in Frankreich an dem neuen Coronavirus gestorbene 60-Jährige war nach Angaben der Behörden zuvor nicht in einem Risikogebiet. Bei dem Mann handelte es sich um einen Lehrer aus Nordfrankreich, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Auch ein mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierter 55-jähriger Franzose war nicht in einem Risikogebiet, sein Zustand sei schlecht. Beide seien zunächst nicht als Verdachtsfälle eingestuft worden.

Gegenwärtig seien Untersuchungen im Gange, um die Quelle der Ansteckung zu identifizieren. Beide Männer kommen ursprünglich aus dem Département Oise. Der verstorbene Lehrer habe seit einschließlich dem 12. Februar nicht mehr gearbeitet und dementsprechend die Schule nicht mehr aufgesucht.

Gesundheitsminister Olivier Véran kündigte unterdessen an, dass ein geplantes Fußballspiel zwischen Olympique Lyon und Juventus Turin am Mittwochabend in Lyon stattfinden werde. Zuvor hatte es darüber Debatten gegeben, weil auch zahlreiche italienische Fans in Lyon erwartet werden. Es gebe keine identifizierten Patienten in Turin, so Véran. Es gebe daher auch keinen Grund, die italienischen Fans daran zu hindern, dieses Fußballspiel zu besuchen. Véran wollte am Mittwochabend weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus bekanntgeben.

In Frankreich gab es bisher insgesamt 17 bestätigte Infektionen mit Sars-CoV-2. Ein Chinese war vor anderthalb Wochen gestorben. Der nun verstorbene 60-Jährige war der erste Franzose, der an dem neuen Virus starb. Elf weitere Patienten gelten als geheilt, vier sind noch im Krankenhaus untergebracht.