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Diese 3 kaum beachteten Aktienperlen sind jetzt einen Blick wert

Eine Perle in einer Muschel, daneben diverser Schmuck
Eine Perle in einer Muschel, daneben diverser Schmuck

Getrieben von einer starken Kursentwicklung der Tech-Giganten haben die großen Aktienindizes vor kurzem neue Allzeithochs erreicht. Doch abseits des KI-Booms haben sich eine Reihe von Aktien deutlich schlechter entwickelt – trotz starker operativer Entwicklung. Die folgenden drei Unternehmen passen genau in dieses Schema und scheinen mir heute interessant.

Aixtron: Geheimer Marktführer bei Depositionsanlagen für die Halbleiterindustrie

In Deutschland gibt es unzählige „Hidden Champions“, die in ihrer Nische weltweit führend sind, allgemein aber wenig Beachtung finden. Aixtron (WKN: A0WMPJ) aus dem nordrhein-westfälischen Herzogenrath ist genau so ein Unternehmen. Die Anlagen des Konzerns werden unter anderem von Samsung, Wolfspeed oder Infineon genutzt, um ultradünne Schichten auf Halbleiter-Wafer aufzutragen.

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Das Geschäft boomte in den letzten Jahren – der Umsatz stieg in den letzten fünf Jahren im Durchschnitt um 18 % pro Jahr. Auch im aktuellen Jahr soll sich das Wachstum mit einem erwarteten Umsatzplus von 7 % fortsetzen. Denn insbesondere die Anlagen zur Verarbeitung von Chips auf Basis von Siliziumkarbid und Galliumnitrid finden reißenden Absatz. Diese Chips verarbeiten Strom effizienter und helfen so zum Beispiel die Reichweite von E-Autos zu verlängern oder diese schneller zu laden.

Dennoch fiel der Aktienkurs seit Jahresbeginn um 40 % (Stand aller Angaben: 18.04.2024). Das KGV liegt nun bei 17. Auch wenn die Halbleiterindustrie zyklisch sein kann, scheint mir dies nicht zu teuer zu sein für dieses technologisch stark aufgestellte Unternehmen.

Bei Steico könnte es wieder aufwärts gehen

Auch die Aktie des Herstellers von Bauprodukten aus nachwachsenden Rohstoffen Steico (WKN: A0LR93) hat sich in letzter Zeit nicht gut entwickelt. Seit Jahresbeginn steht ein Kursminus von 16 %, bezogen auf das Allzeithoch vom August 2021 fiel die Aktie sogar um satte 78 %. Damals befand sich der Bauboom in Deutschland auf dem Höhepunkt.

Stark gestiegene Leitzinsen sowie steigende Kosten für Bau und Sanierung von Gebäuden haben diesen Boom abrupt enden lassen und damit auch zu einer schwächeren Nachfrage nach Holzfaser-Dämmstoffen (hier ist Steico Weltmarktführer), Oberputz, Holzfaserplatten, usw. von Steico geführt. In den ersten neun Monaten 2023 (die Gesamtjahreszahlen sind noch nicht verfügbar) fiel der Umsatz um 19 %, das EBIT sogar um 55 %.

Es gibt jedoch Licht am Ende des Tunnels. Denn die Leitzinsen dürften mittelfristig wieder sinken, Preise für Baumaterialien haben sich großteils normalisiert und der Trend zum nachhaltigen Bauen hält an. Besonders die Dämmung von Häusern dürfte ein immer wichtigeres Thema werden. Einerseits aufgrund politischer Vorgaben, um Klimaschutzziele zu erreichen. Andererseits, weil hohe Energiepreise in Deutschland gut gedämmte Häuser noch attraktiver erscheinen lassen.

Steico könnte als starker Player im Bereich der Dämmstoffe profitieren. Dass sieht offensichtlich auch der irische Baukonzern Kingspan so, der sich im vergangenen Jahr 51 % der Steico-Aktien sicherte und nun zum Juli 2024 eine neue CEO bei Steico einsetzen wird. Bezogen auf den Gewinn des letzten abgeschlossenen Geschäftsjahres 2022 liegt das KGV bei nur 8.

Technogym profitiert vom steigenden Gesundheitsbewusstsein

Die dritte Aktienperle kommt aus Italien. Technogym (WKN: A2AHWL) stellt hochwertige Laufbänder, Crosstrainer, Kraftgeräte, Hanteln und so weiter her, die in Fitnessstudios oder im Heimgebrauch genutzt werden. Darüber hinaus bietet das Unternehmen eine digitale „Live Training Experience“ an.

Technogym profitiert grundsätzlich davon, dass weltweit immer mehr Menschen sportlich aktiv sind. Entsprechend steigen die Umsätze mit Fitnessgeräten langfristig an. Trotz des coronabedingten Einbruchs betrug das durchschnittliche jährliche Umsatzwachstum in den letzten fünf Jahren 5 %. Im Jahr 2023 stieg der Umsatz sogar um 12 % auf einen neuen Rekordwert, der angepasste Gewinn um 19 %. Sowohl das Geschäft mit Fitnessstudios und Hotels als auch der Verkauf von Fitnessgeräten für zu Hause entwickelte sich gut. Auch die Bilanz sieht mit einer Netto-Liquidität von 127 Mio. Euro gut aus.

Dennoch fiel die Aktie seit Jahresbeginn um 8 %. Das KGV liegt nun bei 23. Das erscheint mir nicht zu hoch angesichts der starken Marke Technogym und des allgemeinen Trends hin zu einem gesunden und aktiven Lebensstil.

Der Artikel Diese 3 kaum beachteten Aktienperlen sind jetzt einen Blick wert ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

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Hendrik Vanheiden besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.

Aktienwelt360 2024