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Radstar wütet: "Versinken in Scheiße"

·Lesedauer: 1 Min.
Radstar wütet: "Versinken in Scheiße"
Radstar wütet: "Versinken in Scheiße"

Es sind furchtbare Bilder aus Kolumbien, die aktuell eine nicht nur von Corona und Armut gebeutelte Nation zeigen: Nun wirkt das südamerikanische Land sogar kurz vor der Rückkehr in den Bürgerkrieg, derart heftig fallen die gegenwärtigen Proteste und Auseinandersetzungen auf offener Straße aus.

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Nun hat sich Egan Bernal zur eskalierenden und politisch instabilen Lage in seiner Heimat zu Wort gemeldet - und zwar mit ungewohnt harschen Tönen. Der kolumbianische Radstar und Favorit auch auf den Sieg beim derzeit ausgetragenen Giro d'Italia geht dabei mit der Regierung hart ins Gericht.

"Was mich vor allem wütend macht, sind die Toten und die Übergriffe der Regierung gegenüber den Menschen, die demonstrieren", schreibt der 24-Jährige unter dem Titel "SOS Colombia" auf Instagram.

Radstar Bernal wütet gegen Regierung in Kolumbien

Zwar meinte der seit seinem Tour-de-France-Sieg 2019 in Kolumbien als Superstar gefeierte Bernal hinsichtlich der den Protest auslösenden Steuerreform, er "verstehe die Gründe, warum die Regierung dies macht." Doch der Kletter-Spezialist schränkte sogleich ein: "Wenn diese Personen in ähnlicher Not wären wie so viele, würden sie das Volk nicht derart auspressen."

Bernal weiß, wovon er spricht, lebte einst selbst in Armut: "Ich kenne die finanziellen Sorgen vieler Familien, denn ich hatte sie früher auch. Es schmerzt mich, das zu sagen: Aber einige Regionen versinken in der Scheiße. Es gibt Orte von extremer Armut, mit Gewalt, ohne Gesundheitssystem und Schulbildung."

Als Rechtfertigungsgrund für den Vandalismus einiger Demonstrierenden will der Radstar die sozialen Ungerechtigkeiten gleichwohl nicht gelten lassen: "Da dürfen wir keine Doppelmoral haben."