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Verbraucherzentrale kritisiert Haselnusscreme von Milka

(Bild: Getty)

Von Milka gibt es jetzt einen Schoko-Brotaufstrich. Der darf sich nicht Nuss-Nougat-Creme nennen und wird von der Verbraucherzentrale Hamburg heftig kritisiert.

Neben Nusspli, Nutella und Co steht jetzt auch ein Schoko-Brotaufstrich mit lilafarbenem Deckel in den Regalen der Supermärkte: eine Haselnusscreme von Milka. Die schmeckt der Verbraucherzentrale Hamburg ganz und gar nicht, denn sie bestehe „tatsächlich aus noch mehr Zucker und Fett als Nutella“, so die Kritik der Verbraucherschützer.

Zum Vergleich: Nutella enthält 30,9 Prozent Fett und 56,3 Prozent Zucker je 100 Gramm, bei der Milka Haselnusscreme sind es 34 Gramm Fett und 57 Gramm Zucker.

Besonders dreist findet die Verbraucherzentrale, dass Mondelez das Produkt „Haselnusscreme“ nennt: „Bei den Haselnüssen hingegen knausert Hersteller Mondelez richtig; der Anteil liegt bei mickrigen 5 %. Darum heißt sie auch nicht Nuss-Nougat-Creme, die mindestens 10 % Haselnüsse enthalten muss, hochwertige sogar 45 %. Trotzdem nennt Mondelez das Produkt ,Haselnusscreme‘.“

Nach Schätzungen der Verbraucherschützer dürften gerade einmal zwölf Haselnüsse in einem 350-Gramm-Glas stecken, außerdem enthält es 200 Gramm Zucker.

Lediglich in Sachen Palmöl könne Milka punkten, denn das  suche man auf der Zutatenliste vergebens. Stattdessen wird für die Herstellung Sonnenblumenöl verwendet.

Auf Facebook fragt die Verbraucherzentrale Hamburg die Nutzer, wie sie den neuen Milka-Brotaufstrich finden. Die haben nicht viel Gutes für das neue Produkt übrig.

„Mit anderen Worten, die Haselnuss ist mal kurz daran vorbei gelaufen und hat Hallo gesagt..... am besten einfach im Regal stehen lassen“, schreibt eine Nutzerin. „Danke für die Aufklärung. Es beweist mal wieder, dass die Rohstoffe nach Marktpreisen zusammengestellt werden. Und der Geschmack kommt fast nur noch über Aromen. Der Verzicht auf Palmöl ist zwar löblich, aber reicht nicht. Wird nicht mein Produkt, aber auch Nutella ist seit mehr als 5 Jahren von der Einkaufsliste gestrichen“, meint ein anderer. Eine weitere Nutzerin spielt auf die Füllmengenreduzierung bei den Milka-Schokoladen an: „Seit der heimlichen Gewichts-Reduktion, kaufe ich aus Prinzip kein Milka mehr.“

Auch auf Alternativen mit mehr Kakao und hohem Haselnuss-Anteil wird verwiesen.

Einigen aber schmeckt die Mischung von Milka, sie meinen, man solle eben einfach nicht so viel davon essen.

Was meinen Sie? Ist so ein Brotaufstrich hin und wieder okay? Probieren oder lieber sein lassen?