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Verband mahnt: Millionen Kinder brauchen Hilfe zum Überleben

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BERLIN (dpa-AFX) - Die Corona-Pandemie verschärft die Notlage von Millionen Kindern in Staaten mit schlimmen humanitären Krisen - die Kinderrechtsorganisation Save the Children ruft deshalb zu einer globalen Kraftanstrengung auf, um ihr Überleben zu sichern. "Es gibt keine Entschuldigung dafür, dass Kinder Tag für Tag hungern, zur Arbeit gezwungen werden oder dass ihnen das Recht auf Bildung verwehrt wird", erklärte am Dienstag Vorstandschefin Susanna Krüger. "Wir sind besonders besorgt über die große Zahl der Kinder, die von akuter und schwerer Mangelernährung bedroht sind."

Der Mitteilung zufolge leben 60 Millionen Kinder, die in diesem Jahr Hilfe zum Überleben brauchen - das entspricht der Hälfte aller bedürftigen Kinder weltweit - in nur acht Ländern: im Jemen, in der Demokratischen Republik Kongo, in Äthiopien, Afghanistan, im Sudan, in Syrien, Pakistan und Nigeria. Save The Children verwies auf Zahlen der Vereinten Nationen, wonach in diesem Jahr mehr als 235 Millionen Menschen - davon schätzungsweise die Hälfte Kinder - irgendeine Form von humanitärer Hilfe benötigen - im Jahr 2020 waren es 170 Millionen.

Krüger erklärte: "Wir dürfen die Warnzeichen drohender Hungersnöte und Lebensmittelknappheiten nicht ignorieren. Schon vor der Pandemie waren Kinder einer dreifachen Bedrohung ihrer Rechte durch Konflikte, Klimawandel und Hunger ausgesetzt."