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Venezuela: Apothekenkette akzeptiert Dash

Anton Livshits
Venezuela. Apotheke akzeptiert Dash

Der zunehmende Wertverfall des venezolanischen Bolívars treibt die Krypto-Adaption in dem südamerikanischen Staat weiter voran. Auch die Apothekenkette Faramarket wird nun Zahlungen mit der digitalen Währung Dash akzeptieren. Hierzu greift sie auf XpayCash, ein Bezahlsystem der lateinamerikanischen Bitcoin-Börse Panda, zurück.

Aus der Ankündigung von Dash geht hervor, dass ein Testlauf in mehreren Faramarket-Filialen bereits am 26. August startete. Bis zum Ende des Jahres sollen alle 22 Filialen der in Caracas ansässigen Apothekenkette, an das Bezahlsystem angeschlossen sein. Dash versprach zudem diverse Zusatzangebote, wie etwa Schulungen, um den Kunden und Mitarbeitern von Faramarket den Umgang mit XpayCash zu erleichtern. Während der ersten zwei Monate des Testlaufs werden außerdem Dash-Mitarbeiter unmittelbar in den Filialen vor Ort sein.

Ryan Taylor, CEO der Dash Core Group, beschrieb die Kooperation mit Faramarket als einen wertvollen Zugewinn für das Dash-Ökosystem. Er führte weiterhin aus:

Wir erwarten, dass unsere Partnerschaft mit Panda in Kolumbien und Faramarket in Venezuela ein wesentlicher Schritt in Richtung einer kaufkräftigen Wirtschaft sein wird, in der nicht nur die Venezolaner in Caracas direkt in den Geschäften mit Dash bezahlen können, sondern auch ihre Verwandten in Kolumbien und anderswo in der Lage sein werden, Medikamente aus dem Ausland zu kaufen und Gesundheitsprobleme für ihre Verwandten und Angehörigen zu lösen.

Jenseits von Dash: Venezuela setzt verstärkt auf Bitcoin & Co.

Faramarket ist indessen nicht das einzige venezolanische Unternehmen, das seit Kurzem Kryptowährungen als Bezahlmittel akzeptiert. Auch die Kaufhauskette Traki möchte der Inflation durch die Annahme von digitalen Zahlungsmitteln begegnen. Folglich können Kunden auch hier mit Bitcoin & Co. bezahlen.

Auch über die Adaption im Einzelhandel hinaus erfreut sich insbesondere Bitcoin in Venezuela wachsender Beliebtheit. Die Bürger des von politischen Krisen und Wirtschaftssanktionen gebeutelten Landes entdecken in der Kryptowährung Nr 1. zunehmend einen alternativen Wertspeicher.

Bezeichnend hierbei ist, dass die Venezolaner Bitcoin und nicht etwa der von Präsident Maduro initiierten Kryptowährung Petro den Vorzug geben. Maduro rief die staatliche Kryptowährung unter anderem ins Leben, um US-Sanktionen auszuhebeln. Sie soll laut Regierungsangaben an Öl gekoppelt sein. Dennoch erfreut sich der Petro bislang einer nur mäßigen Beliebtheit, was nicht zuletzt auch auf ein fehlendes Vertrauen in die Regierung in Caracas zurückzuführen ist.

Folglich wird auch der am 27. August bekannt gegebene Start von Patria Remesa, einer Tauschplattform für den Petro, nur wenig an der mangelnden Akzeptanz ändern. Was Venezuela braucht, sind mehr seriöse und glaubhafte Krypto-Initiativen.

 

Source: BTC-ECHO

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