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Unctad: Schuldenkrise stürzt immer mehr Länder ins Elend

GENF (dpa-AFX) -Die wachsende Schuldenkrise wird für viele Länder des Globalen Südens eine untragbare Bürde. Vor allem in Afrika hätten immer mehr Länder nicht genügend Geld, um in Gesundheit und Bildung oder den Klimaschutz zu investieren, berichtete die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) am Dienstag in Genf.

Die gesamten öffentlichen Schulden lagen nach diesen Angaben im vergangenen Jahr bei 97 Billionen Dollar (97 000 Milliarden Dollar - in Euro: 89,3 Billionen). Im Jahr davor waren es 92 Billionen. Entwicklungsländer hätten im vergangenen Jahr 847 Milliarden Dollar für Zinsen gezahlt, die an Gläubiger gingen. In 49 Ländern seien die Zinsausgaben höher als die für Bildung oder Gesundheit.

Das Schuldenmanagement müsse dringend geändert werden, forderte die Unctad. Sonst könnten die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs) nicht wie vorgesehen bis 2030 erreicht werden. Die Vereinten Nationen hatten 2015 insgesamt 17 Ziele für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung festgelegt. Dazu gehören Dutzende spezifische Ziele zur Reduzierung von Ungleichheit, Verbesserung der Gesundheit und Bildung. Um diese Ziele zu erreichen, seien zusätzliche Ressourcen nötig, so die Unctad.