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UN-Bericht: Weniger Fleischkonsum in Industrieländern bis 2030

·Lesedauer: 2 Min.

ROM (dpa-AFX) - Die Vereinten Nationen erwarten für die Industrieländer einen sinkenden Fleischkonsum in den kommenden zehn Jahren. Das liege an wachsenden Umwelt- und Gesundheitsbedenken, hieß es in einem am Montag von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) in Rom veröffentlichten Bericht. Die Menschen werden demnach vor allem weniger rotes Fleisch essen und es durch Geflügel oder Milchprodukte ersetzen. In dem Report von der FAO und der in Paris ansässigen Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gaben die Experten ihren Ausblick für die globale Landwirtschaft bis zum Jahr 2030.

Angesichts der Corona-Pandemie stellten FAO und OECD fest, dass sich der Landwirtschafts- und Lebensmittelsektor zwar als widerstandsfähig erwiesen habe. Einkommensverluste und gestiegene Verbraucherpreise für Nahrungsmittel hätten vielen Menschen jedoch den Zugang zu gesunden Lebensmitteln verwehrt.

In den kommenden zehn Jahren rechnen die Fachleute damit, dass die allgemeine Verfügbarkeit von Nahrung um vier Prozent steigen wird. Im Schnitt soll 2030 jeder Zugang zu 3025 Kilokalorien (kcal) am Tag haben. Diese Entwicklung betrifft dem Bericht zufolge hauptsächlich die Schwellenländer. Für die ärmeren Entwicklungsländer sehen die Experten kaum Veränderung.

Fette werden in Zukunft immer noch großen Anteil an der Ernährung ausmachen. Den Anteil von Obst und Gemüse an den verfügbaren Kilokalorien erwarten FAO und OECD bei etwa sieben Prozent. Sie fordern deshalb, dass mehr getan wird, damit Menschen die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen 400 Gramm Obst und Gemüse am Tag essen.

Im Agrarbereich erwarten die Experten ein langsameres Wachstum im Biokraftstoffsektor. Sie gehen davon aus, dass durch die Elektromobilität, auf die die EU und die USA mit ihrer Politik setzen, weniger Agrar-Rohstoffe verwendet werden. Die Entwicklung gelte aber nicht global. Länder wie Brasilien, Indien oder Indonesien dürften als Hauptproduzenten von Zuckerrohr und Speiseölen ihre Produktion von Biokraftstoffen weiter ausbauen und für ihren Verkehr nutzen.

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