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Umorientierung durch die Corona-Krise: Bei jedem fünften Arbeitgeber kündigen mehr Mitarbeiter als vor der Pandemie — und das liegt nicht nur am Gehalt

·Lesedauer: 3 Min.

Die Pandemie bedeutete für alle große Veränderung. Doch nicht immer gezwungenermaßen: Die Anzahl der freiwilligen Kündigungen ist seit Beginn der Pandemie rapide gestiegen. Das zeigt eine Befragung, die im Juni 2021 im Auftrag von Robert Half, einem Anbieter für Personalvermittlung und Talentlösungen, durchgeführt wurde.

Dazu wurden 300 Manager mit Personalverantwortung, zum Beispiel General Manager, CIOs und CFOs, in kleinen (50 bis 249 Angestellte), mittelgroßen (250 bis 499 Angestellte) und großen (500 und mehr Angestellte) Unternehmen befragt – nicht nur zur Zahl der freiwilligen Kündigungen, sondern auch zu den Beweggründen dahinter.

Mangelnde Aussichten und Job-Unsicherheit sind die häufigsten Gründe

Die Ergebnisse zeigen, dass 21 Prozent der befragten Unternehmen mehr freiwillige Kündigungen registrierten als vor der Pandemie, das entspricht in etwa jedem fünften. Das Gehalt war dabei Robert Half zufolge nicht der häufigste Grund für eine Kündigung. Mit 14 Prozent lag die mangelnde Aussicht auf eine Gehaltserhöhung oder Beförderung auf Platz eins der Gründe. Dicht gefolgt, auf Platz zwei mit 13 Prozent, war die Sorge um die Arbeitsplatzsicherheit. Jeweils elf Prozent jener, die gekündigt hatten, gaben Probleme mit direkten Vorgesetzten und unvereinbare Werte an. Erst auf Platz fünf, mit zehn Prozent, lag das Gehalt und/oder dass die Benefits des Arbeitgebers nicht wettbewerbsfähig sind.

Dies ist laut Robert Half eine bedeutsame Entwicklung – nicht nur in der Häufigkeit der Kündigungen. Ergebnisse einer ähnlichen Studie aus dem Jahr 2019 zeigten noch, dass das Gehalt und die fehlende Balance zwischen Beruf und Familie die Hauptgründe für eine freiwillige Kündigung waren.

"Wir beobachten, dass dies nicht mehr die ausschlaggebenden Motive für eine freiwillige Kündigung sind", sagt Emine Yilmaz, Vice President bei Robert Half. Bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf hätten die in der Pandemie eingeführten Home-Office-Möglichkeiten sicherlich bereits einen großen Teil zur Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung beigetragen.

Wie Arbeitgeber Kündigungen verhindern

Robert Half schlägt einige Maßnahmen vor, die Arbeitgeber vornehmen können, um die Anzahl der freiwilligen Kündigungen zu reduzieren.

  1. Transparente interne Kommunikation
    Wenn die Unternehmenskommunikation intern zu undurchsichtig oder nicht ausreichend vorhanden ist, so können Mitarbeiter Schlüsse ziehen, die vielleicht nicht immer akkurat sind. Sie könnten etwa denken, dass es dem Unternehmen nicht gut ginge, auch wenn das gar nicht der Fall ist.

  2. Flexible Arbeitszeiten und Remote Work
    Die Möglichkeit sich seinen Arbeitsalltag zu gestalten ist für viele Mitarbeiter sehr wichtig. Remote Work und flexible Arbeitszeiten können dabei helfen, Familien- und Berufsleben miteinander zu vereinbaren. Diese Freiheiten können Mitarbeiter bei Unternehmen halten.

  3. Wertschätzung ausdrücken
    Führungskräfte, die Mitarbeitern das Gefühl geben, wichtig für das Unternehmen zu sein, prägen das Gruppengefühl und eine emotionale Bindung.

  4. Angestellte aktiv fördern
    Ein Unternehmen, das seine Mitarbeiter in ihrer Entwicklung unterstützt, kann seine Mitarbeiter besser halten – denn dadurch fühlen sich diese wahrgenommen und geschätzt.

  5. Werte und Unternehmenskultur leben
    Viele Unternehmen werben mit flachen Hierarchien, Freiheiten und Kommunikation auf Augenhöhe. Wichtig ist, dass dies dann auch tatsächlich gelebt wird. Das ermöglicht es Mitarbeitern, sich mit dem Unternehmen zu identifizieren und sich wohl zu fühlen.

mwolf

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