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Ukrainer wollen sich durch Dunkelheit und Kälte nicht einschüchtern lassen

Die Einkaufszentren sind dunkel, aber voll. Hier in Lwiw in der Ukraine. Die Menschen hier wollen sich nicht einschüchtern lassen. Durch russische Bombardierungen gibt es in vielen Teilen der Ukraine keinen Strom, keine Wärme und kein Wasser. Viele Haushalte sind bei eisigen Temperaturen zeitweise oder sogar komplett ohne Heizung, Strom und Wasser.

In dieser Bar in Lwiw versuchen die Menschen trotz allem ein bisschen fröhlich zu sein, erzählt ein Kellner. Und weil es immer wieder keinen Strom gibt, sei man auf Kerzen und Live-Musik umgestiegen. Er meint, wenn Kerzen brennen, sind Menschen freundlicher zu einander.

Wegen der ständigen unvorhersehbaren Stromausfälle nutzen Ukrainer massiv Stromgeneratoren. Die Regierung hat den Import durch eine Zollbefreiung stimuliert. Im Nahverkehr wurden die Oberleitungsbusse und Straßenbahnen durch dieselbetriebene Busse ersetzt.

Nach der Serie russischer Raketenangriffe auf das Stromnetz kämpft die Ukraine mit massiven Stromausfällen. Viele Haushalte erhalten nur noch maximal acht Stunden Strom täglich. Laut Netzbetreiber Ukrenerho fehlt landesweit mehr als ein Viertel und in Kiew mehr als ein Drittel der nötigen Strommenge. Importe aus dem Westen decken dabei höchstens zehn Prozent des Bedarfs.

Zugleich versucht Ministerpräsident Denys Schmyhal zu beruhigen: 14 Milliarden Kubikmeter Erdgas und 1,3 Millionen Tonnen Kohle an Reserven reichten aus, um das Land mit Elektrizität und Fernwärme zu versorgen. Über 50 Prozent des Strombedarfs werden ohnehin durch die Atom- und Wasserkraftwerke gedeckt.