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Trotz Lockdown weiter geöffnet: Ärger um Parfümerie-Kette Douglas

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Seit Mittwoch gilt in ganz Deutschland wieder der Lockdown. Bis auf wenige Geschäfte muss der Einzelhandel wieder schließen. Parfümerien gehören nicht zu den Ausnahmen, die von der Bundesregierung festgelegt wurden - und doch haben viele Filialen von Douglas weiterhin geöffnet. Das sorgt für Verwunderung - und vielerorts für großen Ärger.

BERLIN, GERMANY - JANUARY 08: Pedestrians enter a Douglas parfum shop on January 8, 2018 in Berlin, Germany. According to government statisticians, nominal revenue grew compared to the previous year and growing online sales have enabled German retailers to achieve record growth in 2017. (Photo by Michele Tantussi/Getty Images)
Trotz des Lockdowns haben viele Douglas-Filialen weiterhin geöffnet. Diese sollen als Drogerie gelten und damit zu einer Branche gehören, die weiter geöffnet haben darf (Symbolbild: Michele Tantussi/Getty Images)

Denn während Parfümerien zwar während des Lockdowns geschlossen werden müssen, gilt das für Drogerien nicht - wie Supermärkte, Apotheken oder Poststellen dürfen sie weiter geöffnet bleiben. Und als solche will Douglas nun knapp ein Viertel ihrer Geschäfte weiter offen halten.

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Zunächst hatte Verwunderung darüber geherrscht, weshalb viele Douglas-Filialen in deutschen Städten auch am Mittwoch weiterhin geöffnet hatten. Die Gewerkschaft Verdi in Hessen gelangte schließlich an ein Schreiben, das die Geschäftsführung der Parfümerie-Kette an seine hessischen Filialen geschickt hatte: “Wir öffnen unsere Stores unter dem Kontext, dass wir eine Drogerie sind, da wir das Sortiment des täglichen Bedarfs und der Grundversorgung haben.”

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Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte der dpa, dass ein Teil der Läden offen bleiben sollen. “In diesen Filialen bieten wir den Großteil des klassischen Drogeriesortiments an: Körperpflegeprodukte wie Cremes, Shampoo, Seife, Deodorants, Make-up, Parfüms und Hygieneprodukte.” Dieses Angebot sei vergleichbar mit dem anderer Drogerie-Ketten, die ihr Geschäft ebenfalls weiterhin fortführen dürften.

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Von Verdi gibt es jedoch heftige Kritik an dem Vorgehen. “Wer den dringenden Lockdown und das erlaubte Weiterführen bestimmter Geschäfte auf solche Weise fehlinterpretiert”, zitiert die dpa Bernhard Schiederig, Fachbereichsleiter Handel bei Verdi Hessen. “Das Vorgehen von Douglas ist im stärksten Maße anrüchig, mag es aus den geöffneten Geschäften noch so angenehm duften.”

Die Gewerkschaft verlangt, dass diese Umgehung des Lockdowns schnellstens unterbunden werden müsse. Douglas jedoch bekräftigte im Gespräch mit der “Bild”-Zeitung noch einmal ihre Überzeugung, sich an alle geltenden Verordnungen zu halten. Die Corona-Verordnungen sähen schließlich vor, das Drogerien weiter geöffnet bleiben könnten, und der Begriff Drogerie sei rechtlich nicht spezifiziert. Diejenigen Filialen, die gängige Drogerie-Produkte anbieten würden, würden demnach offen bleiben.

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