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Trotz Impfrückstand: Russland rechnet mit Herdenimmunität bis Juli

·Lesedauer: 1 Min.

MOSKAU (dpa-AFX) - Ungeachtet niedriger Impfzahlen will Russland noch bis zum Sommer eine Immunität weiter Bevölkerungsteile gegen Corona erreichen. Auf Grundlage von Liefer- und Impfplänen rechne man mit der so genannten Herdenimmunität bis Ende Juli, sagte Russlands Gesundheitsminister Michail Muraschko der Agentur Tass zufolge am Mittwoch bei einem Besuch in der sibirischen Stadt Nowosibirsk. Er kündigte zudem eine erhöhte Impfstoffproduktion an. Dennoch blieb unklar, wie das Ziel erreicht werden soll.

Jüngsten Zahlen des Gesundheitsministeriums zufolge waren Ende vergangener Woche erst knapp vier Millionen Russen gegen Corona geimpft - das entspricht gerade einmal 2,8 Prozent der Gesamtbevölkerung des Riesenreichs. Damit ist Russland im internationalen Vergleich weit abgeschlagen. Ebenfalls rund vier Millionen Menschen haben sich laut offizieller Statistik seit Beginn der Pandemie mit dem Virus infiziert.

Ein Hauptproblem ist Umfragen zufolge eine massiv verbreitete Impf-Skepsis in der russischen Bevölkerung. Nur 30 Prozent der Russen sind derzeit bereit, sich das russische Präparat Sputnik V spritzen zu lassen, wie eine kürzlich veröffentlichte Befragung des Meinungsforschungszentrums Lewada ergab. Als Hauptgründe wurden Angst vor Nebenwirkungen und nicht vollständig abgeschlossene klinische Studien genannt. Medien berichteten zuletzt außerdem über fehlende Impfdosen und Logistikprobleme in einigen Regionen.