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Treffen der OPEC+ in Zweifel wegen Streit um Ölquotenbetrug

Javier Blas und Salma El Wardany

(Bloomberg) -- Das in diesem Monat geplante Treffen der OPEC mit ihren Verbündeten steht womöglich auf der Kippe, nachdem sich Saudi-Arabien und Russland strikt gegen Quotenbetrug gestellt haben.

Die zwei Anführer der OPEC+ teilten informierten Kreisen zufolge den anderen Mitgliedsstaaten mit, dass das Anfang Juni geplante Treffen ausfallen könnte, wenn Länder wie Irak und Nigeria keine festen Zusagen zur Umsetzung ihre Förderkürzungen machten.

Auf dem Juni-Treffen sollte die Organisation über eine Verlängerung der Förderbeschränkungen beraten. Sollte das Abkommen nicht geändert werden, laufen die vereinbarten Produktionseinschnitte ab Juli aus.

Die Ölpreise gaben nach der Meldung ihre frühen Gewinne wieder komplett ab und drehten ins Minus. Der WTI-Kontrakt sank zuletzt um 1,3% und Brent rutschte wieder unter die Marke von 40 Dollar je Barrel zurück.

Vier Tage nach dem Vorschlag, das Treffen auf diesen Donnerstag vorzuverlegen, ist immer noch keine Einigung über das Datum gefallen. Der Plan, die Produktionskürzungen um einen Monat zu verlängern, habe zwar an Unterstützung gewonnen, sagten die Delegierten. Doch Saudi-Arabien und Russland bemühten sich vorab um Zusicherungen, dass alle Mitglieder auch die von ihnen versprochenen Kürzungen einhalten würden.

Überschrift des Artikels im Original:OPEC+ Meeting in Doubt Due to Dispute Over Oil-Quota Cheating

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