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Transatlantik-Koordinator für 'Donut-Strategie' im Umgang mit Trump

BERLIN (dpa-AFX) -Nach dem Sieg Donald Trumps bei der wichtigen Vorwahl im US-Staat New Hampshire sollte sich Deutschland nach Einschätzung des Transatlantik-Koordinators der Bundesregierung konkret auf einen Wahlsieg des früheren Präsidenten im November vorbereiten. Zwar seien weder die Vorwahlen der Republikaner zur Präsidentschaftskandidatur noch die eigentliche Wahl entschieden, sagte Michael Link der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Ein Szenario bleibe aber, dass Trump am Ende gewinne. "Für diesen Fall müssen wir die sogenannte "Donut"-Strategie forcieren. Das heißt, wir setzen auf Kontakte in sein Umfeld und zu möglichen internen Veto-Playern." Diese wirkten aus Eigeninteresse "wie ein riesiger Teig-Puffer, um Trump herum", sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete.

Am besten gelinge das, wenn an gemeinsame Interessen angeknüpft werde, etwa in den Wirtschaftsbeziehungen und beim Handel. "Es gibt in den USA genug Akteure wie Unternehmer und Gouverneure, die nicht möchten, dass Trump ihnen schadet, in dem er zum Beispiel einen Handelskrieg mit der EU vom Zaun bricht."

Unabhängig von den Vorwahlen müssten Deutschland und Europa die Zeit bis zur Wahl nutzen, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. "Europa muss ein ernstzunehmender, starker Partner sein - das gilt für die Wirtschaft, aber auch für eine faire Lastenverteilung in der Nato."

Trumps letzte verbliebene Konkurrentin im Rennen der Republikaner, Nikki Haley, werde es weiter schwer haben, Momentum zu erlangen, sagte Link. "Aber wenn sie bis zur Vorwahl in ihrem Heimat-Bundesstaat South Carolina durchhält, sind Überraschungen zwar nicht sehr wahrscheinlich, aber dennoch möglich."

Nach der Abstimmung in New Hampshire wird eine Neuauflage des Wahlkampfs zwischen Trump und dem demokratischen Präsidenten Joe Biden immer wahrscheinlicher. Landesweit liegt Trump in Umfragen im Schnitt bei knapp 68 Prozent, Haley nur bei gut 12.