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Geschirrspüler im Test: „Gute“ gibt‘s ab 400 Euro

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
(Bild: Getty)

Geschirrspüler sind gut für die Öko-Bilanz. Im Vergleich zur Handwäsche verbrauchen sie viel weniger Wasser und Strom. Stiftung Warentest hat 20 Maschinen getestet.

Wer sein Geschirr von Hand in der Spüle reinigt, verbraucht im Schnitt zehn Mal mehr Wasser und zweieinhalb Mal mehr Strom als mit einer Geschirrspülmaschine. Das ergab unter anderem eine Studie der Uni Bonn. Bedenkt man zusätzlich noch die Arbeitserleichterung, spricht das klar für die Anschaffung.

Doch welches Modell soll es sein? Stiftung Warentest hat 20 Geräte der Energieeffiziensklassen A+++ und A++ geprüft, darunter zwölf vollintegrierte und acht ähnlich gebaute teilintegrierte mit sichtbarer Blende.

Zehn Jahre muss eine Maschine halten

Im Prüflabor mussten die Maschinen unter anderem im Dauertest zeigen, was sie können. Jeweils drei Geschirrspüler eines Modells mussten 2.800 Mal haushaltsübliches Geschirr reinigen, um zehn Jahre Nutzung zu simulieren

Dabei mussten die Geräte Teller von getrocknetem Haferbrei, Spinatresten und eingebranntem Hackfleisch befreien, Gläser von getrockneter Milch und Tassen von hartnäckigen Teerändern – echte Schwerstarbeit also.

Aber fast alle lieferten sauberes Geschirr. Insgesamt vergaben die Prüfer zwölf Mal das Qualitätsurteil „Gut“ und sechs Mal „Befriedigend“. Lediglich die beiden getesteten Maschinen von Samsung bekamen nur ein „Ausreichend“. Die Samsung-Modelle DW60M9550 BB/EG und DW60M9550 SS/EG schwächelten beim Kurzprogramm und erwiesen sich beim Dauertest schon nach kurzer Laufzeit als störanfällig.

Die Testsieger

Andere lieferten dagegen bessere Arbeit ab. Unter den Einbaugeräten machte die Miele G 6770 SCVi (A+++) das Rennen, die zum mittleren Preis von 1.210 Euro zu haben ist. Sie ist geräuscharm, glänzte mit niedrigem Strom- und Wasserverbrauch und erwies sich auch bei der Dauerprüfung als „sehr gut“. Insgesamt kam die Miele auf die Note 2,0.

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Nur eine Zehntelnote schlechter schnitt die weitaus günstigere Neff S516T80X1E / GV6801T (A+++) ab, die zum durchschnittlichen Preis von 630 Euro zu haben ist.

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Den dritten Platz in dieser Klasse teilen sich jeweils mit der Gesamtnote 2,2 die Bosch SMV67MX 01E für 595 Euro und die Miele G 4990 SCVi Jubilee (A++), die durchschnittlich für 915 Euro zu haben ist. Bereits auf Platz 4 landete die günstigste Maschine im Test. Die Beko DIN28431 (A+++) für 405 Euro bewertete Stiftung Warentest mit der Gesamtnote 2,5. Sie bekam gute Noten für ihr Spar- und Automatikprogramm und erwies sich auch beim Geräusch- und Dauertest als „gut“.

Als Varianten mit sichtbarer Blende schnitten die genannten Modelle ebenso gut ab.

Nur ein IKEA-Modell ist „gut“

Auch zwei Einbaugeräte von IKEA schickte Stiftung Warentest auf den Prüfstand. Für das Modell Skinade (A++,450 Euro) vergaben die Prüfer die Note „Gut“. Das mit 550 Euro teurere Modell Renodlad (A+++) schaffte nur das Qualitätsurteil „Befriedigend“, da es keine guten Reinigungsergebnisse lieferte.

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In jedem Fall rät Stiftung Warentest dazu, Spüler mit hoher Energieeffiziensklasse A+++ oder A++ zu kaufen: „Die kosten zwar mehr als A+, sparen aber Energie und Wasser und sind meist weniger störanfällig.“

Den vollständigen Testbericht von Stiftung Warentest zum Thema „Geschirrspüler“ finden Sie hier (kostenpflichtig).

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