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Türkei: Weiter hohe Inflation

·Lesedauer: 2 Min.

ANKARA (dpa-AFX) - In der Türkei bleibt die Inflation trotz zuletzt zum Teil starker Leitzinserhöhungen der Notenbank auf hohem Niveau. Im Januar habe die Inflationsrate bei knapp 15 Prozent gelegen, teilte das nationale Statistikbüro am Mittwoch in Ankara mit. Damit hat sich die Preisentwicklung kaum verändert. Im Dezember waren die Verbraucherpreise in der Türkei um 14,6 Prozent im Jahresvergleich gestiegen.

Zu Beginn des Jahres ist die türkische Inflationsrate damit so hoch wie seit August 2019 nicht mehr. In den vergangenen Monaten hat die Notenbank des Landes durch mehrfache und zum Teil sehr starke Zinserhöhungen versucht, die Teuerung in den Griff zu bekommen. Analyst Tatha Ghose von der Commerzbank verwies aber auf jüngste Aussagen der Zentralbank. Diese habe nämlich davor gewarnt, dass sich die Inflationsdynamik in den kommenden Monaten zunächst verschlechtern dürfte, bevor sich die Lage wieder beruhigen kann.

Aktuell liegt der Leitzins in der Türkei bei 17,0 Prozent. Zum Vergleich: Im vergangenen Sommer hatte er bei 8,25 Prozent gelegen. Seitdem hat sich die Geldpolitik grundlegend verändert. Der Wandel wurde auch durch einen Wechsel an der Spitze der Notenbank im November untermauert. Der neue Notenbankchef Naci Agbal gilt als Verfechter einer strafferen Geldpolitik im Kampf gegen die hohe Inflation. In den Jahren zuvor war die Notenbank des Landes dafür bekannt, höhere Zinsen so weit es geht zu vermeiden. Vor allem Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte sich mehrfach für niedrige Zinsen ausgesprochen.

Am Devisenmarkt reagierte die türkische Lira mit Kursgewinnen auf die Veröffentlichung der Preisdaten. Die Währung konnte am Morgen sowohl zum US-Dollar als auch zum Euro zulegen. Zuletzt wurde ein Dollar für 7,13 Lira und ein Euro für 8,58 Lira gehandelt.