Werbung
Deutsche Märkte schließen in 26 Minuten
  • DAX

    17.110,16
    +41,73 (+0,24%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.770,07
    +9,79 (+0,21%)
     
  • Dow Jones 30

    38.470,34
    -93,46 (-0,24%)
     
  • Gold

    2.037,50
    -2,30 (-0,11%)
     
  • EUR/USD

    1,0807
    -0,0005 (-0,04%)
     
  • Bitcoin EUR

    47.338,64
    -474,26 (-0,99%)
     
  • CMC Crypto 200

    885,54
    0,00 (0,00%)
     
  • Öl (Brent)

    77,49
    +0,45 (+0,58%)
     
  • MDAX

    25.659,08
    -99,23 (-0,39%)
     
  • TecDAX

    3.333,24
    -27,64 (-0,82%)
     
  • SDAX

    13.710,23
    -9,94 (-0,07%)
     
  • Nikkei 225

    38.262,16
    -101,45 (-0,26%)
     
  • FTSE 100

    7.663,06
    -56,15 (-0,73%)
     
  • CAC 40

    7.806,00
    +10,78 (+0,14%)
     
  • Nasdaq Compositive

    15.535,40
    -95,38 (-0,61%)
     

Studie: Wer nur weibliche Investoren hat, verschlechtert seine Chancen auf Folgefinanzierungen

Laut einer Untersuchung hat das Geschlecht der Investoren einen Einfluss darauf, ob Gründerinnen in einer zweiten Investitionsrunde erfolgreich sind oder nicht. - Copyright: Richard Baker/Getty Images
Laut einer Untersuchung hat das Geschlecht der Investoren einen Einfluss darauf, ob Gründerinnen in einer zweiten Investitionsrunde erfolgreich sind oder nicht. - Copyright: Richard Baker/Getty Images

"It's a rich man's world" – schon Abba haben in ihrem Song "Money, Money, Money" über die Möglichkeiten gesungen, die Geld einem bieten kann. Und auch darüber, wer es hat. Besonders sichtbar wird dies unter anderem im Bereich Venture-Capital. Laut Harvard Business Review sind Frauen in den USA massiv unterrepräsentiert, wenn es um die Finanzierung mit Risikokapital geht. Unternehmen, die ausschließlich von Frauen gegründet wurden, erhielten nur unter drei Prozent der gesamten Risikokapitalinvestitionen. Und auch bei den Geldgebern liegt der Frauenanteil unter 15 Prozent.

Wie ein Investor in 2015 zu Harvard Business Review sagte, sei dies darauf zurückzuführen, dass Menschen eher in Personen investieren würden, die ihnen ähnlich seien. Man könnte also meinen, es wäre ein gute Strategie, mehr Frauen in den Risikokapitalmarkt einzubinden. Dann würden diese in Unternehmen investieren, die von Frauen gegründet wurden. Eine Untersuchung zweier Professorinnen auf dem Gebiet Organizational Behavior legt aber nahe, dass diese Strategie für Gründerinnen Nachteile hat. Im Hardvard Business Review" haben sie berichtet, dass Firmen, die nur von Frauen gefördert wurden, es schwieriger hatten, in einer zweiten Finanzierungsrunde erfolgreich zu sein.

Investitionen von Frauen können für Gründerinnen zum Problem werden

Die Untersuchung von Isabelle Solar und Kaisa Snellman bestand aus einer Analyse von über 2.000 Unternehmen in den USA, die mit Risikokapital unterstützt wurden und aus einer Umfrage mit über 200 Studierenden aus dem Management-Bereich.

Die Analyse zeigte, dass das Geschlecht einen grossen Einfluss hatte darauf, ob Unternehmen in einer zweiten Investitionsrunde Geld bekamen. So haben die beiden Professorinnen im Hardvard Business Review geschrieben, dass Gründerinnen schlechtere Chancen auf weitere Investitionen hätten, wenn die erste Investitionsrunde nur weibliche Investoren beinhalte. Bei männlich geführten Unternehmen hätte das Geschlecht der Investoren aber keinen Einfluss, erklärten sie weiter.

Und auch die Umfrage der Studierenden zeigte ein ähnliches Bild. Laut den Ergebnissen, die die Professorinnen vorgestellt haben, werden Gründerinnen als weniger kompetent eingeschätzt, wenn die ersten Investitionen von einer Frau kommen, im Vergleich zu Gründerinnen, die zuerst Kapital von einem Mann bekommen.

Wie sollen Frauen also vorgehen, um langfristig an Investitionen zu kommen?

Als Lösung schlagen die beiden in ihrem Artikel vor, dass Gründerinnen sich darum bemühen sollten in der ersten Investitionsrunde Kapital von Männern und von Frauen zu bekommen. Und natürlich seien auch die Männer gefragt, denn am Ende würden alle davon profitieren, wenn männliche Investoren gemeinsam mit ihren weiblichen Kolleginnen zusammenarbeiteten. Nur so könne man sicherstellen, dass die nächste Generation der Unicorns diverser werde.

aeh