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Sportausschussvorsitzender Ullrich: Mehr Geld für deutschen Spitzensport

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Sportausschussvorsitzender Ullrich: Mehr Geld für deutschen Spitzensport
Sportausschussvorsitzender Ullrich: Mehr Geld für deutschen Spitzensport

Frank Ullrich, der neue Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, will sich für eine höhere gesellschaftliche Wertschätzung und eine stärkere staatliche Unterstützung deutscher Topathleten einsetzen. "Ein Sportler sollte so honoriert werden wie eine Krankenschwester oder eine Pflegerin oder alle, die etwas für die Gesellschaft leisten", sagte der Biathlon-Olympiasieger von 1980 dem Spiegel.

Der 64 Jahre alte SPD-Politiker schlägt konkret vor, die Prämie für Olympiasieger anzuheben und Gewinner mit Rentenpunkten zu belohnen. Auch wolle er sich für mehr Planstellen für Spitzensportler bei Bundeswehr, Zoll und Bundespolizei einsetzen.

Der Thüringer betonte weiter, er wäre gern zu den am Freitag kommender Woche beginnenden Winterspielen nach Peking gereist, dies sei aber wegen der Einreiseformalitäten kurzfristig nicht möglich gewesen.

Die Lage in China beurteilt der frühere Biathlon- und Langlauf-Bundestrainer derweil kritisch. "Ich möchte nicht in der Haut derjenigen stecken, die in Peking Repressalien ausgesetzt sind, weil sie eine kritische Meinung äußern", sagte er. Einen diplomatischen Boykott lehnt Ullrich dennoch ab: "Wir sollten unsere Athleten nicht allein lassen in der schwierigen Situation, da hat die Politik eine Verantwortung."

Ullrich, der sich bei der Bundestagswahl im vergangenen September in seinem Wahlkreis gegen den umstrittenen CDU-Kandidaten Hans-Georg Maaßen durchgesetzt hatte, ist im Dezember als Nachfolger von Dagmar Freitag zum Vorsitzenden des Sportausschusses gewählt worden.

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