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Sponsoring-Sperre: Newcastle von Premier-League-Rivalen vorerst ausgebremst

·Lesedauer: 2 Min.
Sponsoring-Sperre: Newcastle von Premier-League-Rivalen vorerst ausgebremst
Sponsoring-Sperre: Newcastle von Premier-League-Rivalen vorerst ausgebremst

Nach der Übernahme des englischen Traditionsklubs Newcastle United durch einen saudi-arabischen Staatsfonds macht die Konkurrenz mobil. Mit großer Mehrheit beschlossen die Premier-League-Klubs auf einer Dringlichkeitssitzung ein vorübergehendes Verbot von Sponsorverträgen eines Klubs mit Unternehmen aus dem Besitz ihrer Eigner.

Einem Bericht der englischen Zeitung The Guardian zufolge soll von den insgesamt 20 Vereinen einzig Newcastle gegen die Neuregelung gestimmt haben. Meister Manchester City, der bereits für die staatliche Fluglinie seines Besitzers aus Abu Dhabi wirbt, hat sich angeblich enthalten. Sowohl Newcastle als auch die Citizens nannten wettbewerbsrechtliche Bedenken als Grund für ihr Abstimmungsverhalten.

Die verabschiedete Regelung zielt ganz offensichtlich gegen Newcastle. Die Klubs wollen verhindern, dass der Ex-Meister durch frisches Geld seiner neuen Eigentümer unverhältnismäßig aufrüsten und damit die Kräfteverhältnisse in der Premier League nachhaltig verändern kann. Derzeit warten die Magpies auch nach den ersten acht Spieltagen noch auf ihren ersten Saisonsieg und sind Tabellenvorletzter.

Das Verbot von Finanztransaktionen innerhalb der eigenen "Familie" gilt provisorisch ab sofort zunächst für einen Monat. Damit kann Newcastle zumindest kurzfristig noch keine Fakten in Form eines hochdotierten Vertrages mit einem Sponsor aus dem umfangreichen Besitz seiner saudischen Eigentümer schaffen.

Die Vereine setzten zur Abstimmung der weiteren Vorgehensweise außerdem eine Arbeitsgruppe ein. Laut Guardian ist Newcastle die Mitarbeit in dem Gremium angeboten worden. Aufgabe der Kommission ist die Erörterung von Möglichkeiten zur Festschreibung wenigstens einer Beschränkung verdeckter Zahlungen von Eigentümern an ihre Klubs durch übertrieben hohe Sponsorverträge mit anderen "Töchtern" des Besitzers.

Der Einstieg des von Saudi-Arabiens umstrittenem Kronprinzen Mohammed bin Salman geführten Staatsfonds PIF für umgerechnet 350 Millionen Euro hatte für heftige Kritik gesorgt. Aufgrund der vorherigen Bedenken wegen einer drohenden Wettbewerbsverzerrung hatten Newcastles neue Besitzer der Premier League garantieren müssen, dass der Klub nicht unter Saudi-Arabiens staatlicher Kontrolle stehen würde.

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