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Software-AG-Aktionär Harris kritisiert Silver-Lake-Präferenz

(Bloomberg) -- Einer der Großaktionäre der Software AG hat sich gegen die geplante 2,4 Milliarden Euro schwere Übernahme des Unternehmens durch die US-Private-Equity-Gesellschaft Silver Lake Management ausgesprochen. Das Argument: Der angebotene Preis bewerte das Unternehmen erheblich zu gering.

Weitere Artikel von Bloomberg auf Deutsch:

Portfoliomanager Justin Hance von Harris Associates LP hält die Silver-Lake-Offerte über 32 Euro pro Aktie für sehr niedrig. Aus seiner Sicht ist schwer zu verstehen, warum sich das Softwareunternehmen nicht mit anderen Käufern auseinandersetzen will.

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Die Software AG hatte unlängst ein konkurrierendes Angebot von Bain Capital über mindestens 34 Euro pro Aktie abgelehnt und sich dafür entschieden, das Angebot von Silver Lake weiterhin zu unterstützen.

“Wir sind der Meinung, dass das Angebot das Unternehmen erheblich unterbewertet”, sagte Hance am Montag in einem Telefoninterview mit Bloomberg in Bezug auf die Offerte von Silver Lake. “Wir verstehen nicht, warum sich das Unternehmen nicht auf andere Angebote einlässt und nicht versucht, einen Wettbewerb um den Vermögenswert zu schaffen, selbst wenn es Silver Lake für den besten Käufer hält.”

“Sich nicht auf Bain einzulassen, würde andere Käufer abschrecken”, führte der Portfoliomanager aus.

Harris Associates hielt Ende April nach Angaben von Bloomberg einen Anteil von rund 3% an der Software AG und gehört damit zu den 20 größten Anteilseignern des Unternehmens. Die Aktien der Software AG handelten um 10:09 Uhr in Frankfurt wenig verändert bei 34,08 Euro.

Die Software AG lehnte eine Stellungnahme ab, die über ihre Mitteilung vom 9. Mai hinausging, in der es hieß, es handele sich beim Angebot von Bain “nicht um ein überlegenes Angebot” und man sei deshalb “nicht in der Position, darauf einzugehen”. Das Angebot von Silver Lake sei im “besten Interesse aller Stakeholder des Unternehmens”, biete ein hohes Maß an Transaktionssicherheit und werde die Software AG als unabhängiges Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland erhalten, hieß es in der damaligen Mitteilung.

In der vergangenen Woche hatte bereits der Großaktionär Schroders Plc die Software AG öffentlich dafür kritisiert, sich nicht mit potenziell höheren Angeboten anderer Interessenten beschäftigt zu haben. Schroders nannte mögliche Interessenkonflikte.

Harris Associates verwaltet rund 99 Milliarden Dollar. Die Beteiligungsgesellschaft aus Chicago hat in den vergangenen Jahren mehrere hochkarätige Investitionen in Europa getätigt, so in die Credit Suisse Group AG, die Daimler Truck Holding AG und Glencore Plc.

Überschrift des Artikels im Original:Software AG Shareholder Harris Criticizes Silver Lake Offer

--Mit Hilfe von Eyk Henning.

(Neu: Kursreaktion, Stellungnahme der Software AG)

©2023 Bloomberg L.P.