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Warum es so schwer ist, den richtigen Job zu finden — und 5 Tipps, die die Jobsuche leichter machen

·Lesedauer: 4 Min.

Die Zeiten für die Jobsuche könnten nicht besser sein: Unternehmen suchen aktuell händeringend nach Fachkräften. Die Zahl der Jobinserate steigt. So bietet allein die Stellenbörse Stepstone* aktuell rund 20 Prozent mehr neue Stellen als vor der Corona-Pandemie. Doch viele, die online suchen, finden nicht das Passende. Einer Studie von Gallup zufolge hat sogar jede zweite Person eigentlich den falschen Job.

Experten zufolge liegt das daran, dass die Jobsuche häufig nicht effektiv ist. „Viele Menschen wissen gar nicht, wie sie an die Jobsuche herangehen sollen“, sagt Lea Schröder, Karriereexpertin bei Stepstone. "Wir wollen das ändern und Jobsuchende mithilfe künstlicher Intelligenz unterstützen, schnell und einfach passende Jobs zu finden." Die Stepstone-Analysten haben im Rahmen einer Studie untersucht, welche Hürden die Jobsuche am häufigsten behindern, welche technischen Lösungen helfen können und wie Bewerbungsprozesse besser laufen könnten.

Dafür untersuchten sie die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt für Beschäftigte unterschiedlicher Berufsgruppen, berücksichtigten Erwartungen bei der Jobsuche und analysierten die Erfahrungen von Personalern in Bezug auf die Erstellung von Stellenanzeigen und Personalgewinnung. Auch erste Auswirkungen der Covid-Pandemie auf Gehaltserwartungen und -verhandlungen gingen in die Studie ein, für die die Stepstone-Analysten im September und Oktober 2020 in zwei Online-Befragungen insgesamt 28.000 Beschäftigte, Führungskräfte und Personaler befragten. Die folgenden fünf Tipps für eine wirkungsvolle Jobsuche basieren darauf.

Die Suche nicht auf einen festen Jobtitel eingrenzen

Jobsuchende nutzen in Stellenbörse im Normalfall die klassische Suchleiste. Sie geben dort eine Stellenbezeichnung und einen Ort ein, an dem sie arbeiten wollen. Auf diese Weise gehen ihnen aber viele passende Stellen durch die Lappen. „Bei der Suche nach dem richtigen Job geht es immer mehr um persönliche Präferenzen und Interessen", sagt Schröder. "Wie wichtig ist mir ein hohes Gehalt? Wie weit möchte ich pendeln? Oder wie viel Wert lege ich auf flexible Arbeitszeiten? Eine Suchleiste kann all diese Punkte nicht berücksichtigen."

Conversational AI aber könnte es: Mit diesem auf Künstlicher Intelligenz basierenden Dialog will Stepstone Menschen in Zukunft bei ihrer Jobsuche unterstützen. Conversational AI soll während des Suchprozesses in Erfahrung bringen, worauf jemand Wert legt. „Unsere Technologie findet durch gezielte Fragen heraus, wonach der einzelne Mensch sucht und schlägt passende Jobs per WhatsApp oder SMS vor“, sagt Schröder. „Damit bringen wir Menschen mit den richtigen Jobs schneller und besser zusammen."

Die eigenen Stärken kennen und anders suchen

Damit eine Person den für sie passenden Job findet, sollte sie neben ihren fachlichen Kompetenzen auch ihre Soft Skills kennen. Denn 73 Prozent der Personaler achten laut Stepstone mehr auf die Persönlichkeit eines Bewerbers als auf die fachliche Qualifikation. "Wir wollen Bewerbenden die Möglichkeit geben, ihre eigenen Stärken zu identifizieren und haben den TrueYou Persönlichkeitstest entwickelt", sagt Stepstone-Expertin Schröder. "Die Ergebnisse dieser Tests wollen wir künftig berücksichtigen, um Menschen noch gezielter Jobs vorzuschlagen, die wirklich zu ihnen passen." Ein Angebot, das genutzt wird: Die Zahl der Menschen, die den Persönlichkeitstest durchgeführt haben, stieg zwischen Juni und um ein Viertel.

Den Lebenslauf aktuell und griffbereit halten

Der Lebenslauf ist nach wie vor unerlässlich bei der Jobsuche. Für 91 Prozent der Personaler ist er laut Stepstone das wichtigste Dokument im Bewerbungsprozess. Anders ist es offenbar bei Jobsuchenden: Oft liegt ihr CV in einem Ordner auf dem heimischen Laptop und ist nicht auf dem neuesten Stand. "Das ist ein großer Fehler, denn wer seinen oder ihren CV auf StepStone.de hochlädt, erhöht die eigenen Chancen, einen passenden Job zu finden“, sagt Schröder. "Je mehr Stationen und Fähigkeiten im System hinterlegt sind, desto besser kann unsere Technologie die Fähigkeiten eines Menschen mit passenden Jobs abgleichen." Es wird besser: So hatten im Juli 2021 bereits 5,9 Millionen Nutzer der Jobbörse einen Lebenslauf in ihrem Profil hochgeladen – das waren doppelt so viele wie noch im Januar.

Die schnelle Bewerbung nutzen – das geht bei jeder dritten Stellenanzeige

Eine Bewerbung kostet Zeit. Besonders das Anschreiben bereitet laut einer Stepstone-Studie vielen Menschen Probleme (39 Prozent). Dabei ist es zunehmend seltener gefragt. „Immer mehr Arbeitgeber verzichten im ersten Bewerbungsschritt auf den Dokumenten-Stapel von Anschreiben, Zeugnissen und Arbeitsproben“, sagt Schröder. Stattdessen könnten sich Kandidaten bei vielen Jobs mit nur einem Klick und dem hinterlegten Lebenslauf bewerben. So sei bei mehr als jeder dritten Stellenausschreibung auf der Plattform eine sogenannte „schnelle Bewerbung“ möglich, sagt Schröder. „Das erleichtert es besonders, sich über das Smartphone zu bewerben."

Eine Gehaltsvorstellung haben und sie nennen

Über das Gehalt sprechen Menschen nach wie vor kaum. Es gilt als Tabu – dabei ist es zentral. So sagen zwar neun von zehn Personen, dass das Gehalt das wichtigste Kriterium bei der Jobsuche sei, aber nur wenige wissen, was sie verlangen können. „Um mehr Gehaltstransparenz zu schaffen, hat StepStone dieses Jahr Gehaltsspannen bei Jobs auf StepStone.de eingeführt“, sagt Schröder. Sie rate Jobsuchenden aber, sich vorab zu informieren und die Spanne als eine Art Orientierungshilfe zu sehen. "Habe ich als Bewerberin oder Bewerber beispielsweise schon viel Erfahrung in der Tätigkeit und bereits Personalverantwortung? Dann spricht nichts dagegen, sich am höheren Gehalt zu orientieren", sagt Schröder. Wer Quereinsteiger sei, sollte das in seiner Gehaltsvorstellung ebenso berücksichtigen.

* Stepstone ist wie Business Insider ein Unternehmen der Axel Springer SE.

jsk

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