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So hat es Ted Pick geschafft, vom „Workaholic“ zum angehenden CEO von Morgan Stanley zu werden

Ted Pick ist ein Wall Street Banker der alten Schule, er könnte bei Morgan Stanley bald das sagen haben. - Copyright: Arantza Pena Popo/Insider
Ted Pick ist ein Wall Street Banker der alten Schule, er könnte bei Morgan Stanley bald das sagen haben. - Copyright: Arantza Pena Popo/Insider

Morgan Stanley-Veteran Ted Pick ist im Rennen um die Nachfolge von CEO James Gorman. Er sieht auf jeden Fall schon so aus.

„Sein Blut ist so blau, wie das Logo von Morgan Stanley“

Obwohl sich die Wall Street in den letzten Jahren weniger schick gemacht hat, bleibt er bei seinen Anzügen und Hermès-Krawatten. "Er kommt direkt aus einem Casting", sagte der Angestellte über seinen Ex-Chef. "Wenn ihr sagt: 'Gebt mir einen Wall-Street-Typen', dann kriegt ihr Ted Pick."

Er trägt eine rote Glückskrawatte, auf der Affen hinter Tigern her sind. Pick trug einmal Gucci-Slipper auf einem Ausflug zum Fliegenfischen im brasilianischen Regenwald, erzählte der ehemalige Blackstone-Präsident Tony James lachend Business Insider.

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Der 54-jährige Banker sei der Spitzenkandidat im Rennen um den CEO-Posten, wie die meisten seiner ehemaligen Kollegen gegenüber Business Insider vermuten. Pick wird zugeschrieben, dass er Morgan Stanleys Kernbereiche für Aktien und festverzinsliche Wertpapiere umgestaltet hat. Er hat seine gesamte Karriere bei der Bank verbracht und sich den Ruf erworben, "dass sein Blut so blau ist, wie das Logo von Morgan Stanley" und, dass er der am härtesten arbeitende Mitarbeiter sei, so die Kollegen.

Das sind Picks Konkurrenten

Die Neubesetzung ist aber noch keine beschlossene Sache. Zwar wird Morgan Stanley derzeit mit einem Aufschlag unter den Wall-Street-Konkurrenten gehandelt, aber der beneidenswerte Erfolg ist nicht Pick zu verdanken. Seine Gruppe ist mit der Abschwächung des Marktes zusammengebrochen, die Einnahmen sind im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben und im Vergleich zum vergangenen Quartal um 13 Prozent gesunken.

Die wachsende Vermögensverwaltungssparte hat der Bank hingegen Auftrieb gegeben und trug im vergangenen Quartal rund 60 Prozent zum Gewinn der Bank bei. Ein weiterer Anwärter auf den Posten des CEO, Andy Saperstein, leitet diesen Bereich, während der dritte, Dan Simkowitz, das Investment Management leitet.

Seine Abteilung sieht sich ebenfalls mit einer Untersuchung ihres Blocktrading-Geschäfts auf Bundesebene konfrontiert. Die gleiche Einheit verlor 2021 fast eine Milliarde US-Dollar (rund 935 Millionen Euro) bei der Implosion der Investmentfirma Archegos Capital Management. Morgan Stanley kooperiert mit den Aufsichtsbehörden, und Gorman, der angekündigt hat, dass er bis Mai 2024 in den Ruhestand gehen will, hat erklärt, dass er die Angelegenheit vor seinem Rücktritt abgeschlossen haben möchte.

Der "Ted-Faktor"

Mit seinem Hintergrund im Aktiengeschäft repräsentiert Pick die alten Geschäftsbereiche der Bank und vielleicht auch die Wall Street selbst – mit seiner Ehrfurcht vor den Traditionen von Morgan Stanley und seinem Ruf, ein Workaholic zu sein. Und die Eigenschaften, die einen erfolgreichen Dealmaker ausmachen, wie beispielsweise seine harte Art und seine Unverblümtheit, lassen sich vielleicht nicht so gut als öffentliches Gesicht einer großen Bank umsetzen.

"Ich habe seine Gesellschaft immer genossen, aber er ist auf der Straße aufgewachsen. Vom Stil her ähnelt er eher John Mack als James Gorman", sagte ein ehemaliger Geschäftsführer und bezog sich dabei auf Gormans scharfzüngigen Vorgänger. Ein anderer ehemaliger Geschäftsführer verglich Pick mit Bill Parcells, dem herrschsüchtigen NFL-Trainer.

Keiner der neun ehemaligen Kollegen, die mit Insider sprachen, wollte sich offiziell äußern, selbst diejenigen nicht, die überwiegend Positives zu sagen hatten.

"Es ist der Ted-Faktor", erklärte einer seiner ehemaligen Vorgesetzten.

Lest den Originalartikel auf Business Insider