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Siemens-Rivale GE: Dramatischer Absturz - was folgt jetzt?

Maximilian Völkl
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Siemens-Rivale General Electric: Umbau geht weiter - Milliarden-Deal vor Abschluss

Mit dem Abstieg aus dem Dow Jones hat der Absturz der Industrie-Ikone General Electric neue Ausmaße angenommen. Es hat sich zwar bereits seit Längerem angekündigt, dass GE nach 111 Jahren aus dem Dow absteigen könnte. Die bittere Wirklichkeit hat die Aktie gestern allerdings zwischenzeitlich unter die 11-Euro-Marke gedrückt.

GE teilt nach der Indexentscheidung allerdings mit, dass der Konzern an dem eingeschlagenen Weg festhalte, um wieder nach vorne zu kommen. „Die (…) Ankündigung ändert nichts an diesen Verpflichtungen oder dem Fokus auf die Entwicklung eines stärkeren, einfacheren GE“, hieß es.

GE will sich künftig auf Luftfahrt, Gesundheit und erneuerbare Energien konzentrieren. In der Vergangenheit habe man sich zu sehr verzettelt, heißt es in Unternehmenskreisen. Der neue Vorstandsvorsitzende John Flannery ist hier nach wie vor damit beschäftigt, den Konzern schlanker und profitabler zu machen. Mit dem Verkauf der Zugsparte an Wabtec, der Industrial Solutions an ABB und der Gesundheitstechnologie an die Beteiligungsgesellschaft Veritas Capital sind hier aber zumindest erste Fortschritte schon zu erkennen.

Schwierige Situation

Der Rauswurf aus dem Dow ist ein schwerer Schlag für das Image von GE. Die Auswirkungen auf den Aktienkurs dürften dagegen überschaubar sein. Der erste deutliche Rückschlag nach der Ankündigung wurde entsprechend schnell wieder aufgeholt. Die zahlreichen Probleme des Konzerns benötigen allerdings Zeit, um behoben zu werden. Weitere Rückschläge sind deshalb nicht auszuschließen. Anleger bleiben vorerst weiter an der Seitenlinie.