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Sieben auf einen Streich – zu welcher neuen Welt VW mit dem elektrisch angetriebenen „Raumschiff“ ID.6 aufbricht

Henning Krogh
·Lesedauer: 3 Min.
Stromer VW ID.6 – die neuen Siebensitzer beschleunigen in 6,6 Sekunden von null auf Tempo hundert und sind bis zu 160 km/h schnell. Foto: Volkswagen Pkw
Stromer VW ID.6 – die neuen Siebensitzer beschleunigen in 6,6 Sekunden von null auf Tempo hundert und sind bis zu 160 km/h schnell. Foto: Volkswagen Pkw

Der Fahrzeughersteller VW Pkw stellt in China mit dem ID.6 seinen dritten reinen Stromer vor, der auf dem Modularen E-Antriebsbaukasten basiert. Das betont geräumige SUV gilt als die wichtigste Messepremiere der Wolfsburger auf der Shanghai Motor Show, die vom 21. bis 28. April im Reich der Mitte stattfindet. China ist der mit weitem Abstand bedeutsamste Einzelmarkt des VW-Konzerns sowie vieler anderer Autobauer weltweit.

Der eigens für den chinesischen Markt konzipierte ID.6 richtet sich vor allem an Kundschaft mit erhöhtem Platzbedarf – etwa Kleinunternehmer aus dem Taxi- oder Hotelgewerbe und Großfamilien. Mit 4,88 Metern geriet der Viertürer exakt 30 Zentimeter länger als der auch in Deutschland angebotene ID.4 von VW. Anders als sein Name vermuten lassen könnte, bietet die Kabine des ID.6 Gestühl für mehr als sechs Personen – mit der dritten Sitzreihe kämen in ihm auch „Die glorreichen Sieben“ sämtlich unter.

Zum Verkaufsstart kündigt VW Pkw vier Ausstattungsvarianten an. Die Leistung des elektrisch angetriebenen ID.6 beträgt 225 Kilowatt, umgerechnet auf die alte „Leitwährung“ der Verbrenner-Welt sind das 306 PS. Zum Vergleich, zur Erinnerung: 306 PS hatte der sportive Mercedes-Benz–Roadster SL 500 (Typ R 230) mit Achtzylinder-Benziner bei seinem Marktstart vor zwanzig Jahren.

Zwei Traktionsbatterietypen offeriert VW für den Allradler ID.6 – mit Energieinhalt von 58 respektive 77 Kilowattstunden. Die Reichweite der Fahrzeuge mit dem großen Akku gibt der Hersteller mit „bis zu 588 km (China-NEDC)“ an. Das Kürzel NEDC steht für New European Driving Cycle – ein altgedientes Verbrauchs- und Emissionsmessverfahren, das die Chinesen adaptiert haben. Modernste Soft- und Hardware hingegen soll beim ID.6 gewährleisten, dass die Besitzer nach dem Kauf „Updates ins Auto holen“ können, wie es in einer Modellbeschreibung heißt.

Im neuen ID.6 legt VW Pkw buchstäblich den Schalter um: „Physische Taster“, lassen die Wolfsburger wissen, hat dieses E-Mobil nicht mehr. „Das Bedienkonzept stützt sich auf ein Display mit 12 Zoll Diagonale und Touch-Funktion – und auf die natürliche Sprachbedienung ‘Hallo ID.‘", so VW weiter. „Das neuartige ID. Light – ein schmales Lichtband unter der Windschutzscheibe – unterstützt den Fahrer auf intuitive Weise. Optional gibt es ein Augmented-Reality-Head-Up-Display, das einige Anzeigen mit der Realität fusioniert – Abbiegepfeile der Navigation beispielsweise werden spurgenau auf die Straße projiziert“.

Gebaut werden alle ID.6-Versionen in den chinesischen VW-Werken Anting und Foshan. Ralf Brandstätter, Markenchef des Kernlabels VW Pkw, sagt: „Mit dem neuen ID.6 bereiten wir die Basis dafür, dass bis 2030 mindestens 50 Prozent unseres Absatzes in China elektrisch fahren werden.“ Der Topmanager weiter: „Wir halten das Tempo hoch und erweitern sukzessive unser Angebot an MEB-Fahrzeugen.“ Bis 2023 werde Volkswagen insgesamt acht ID.-Modelle und damit auch den MEB flächendeckend nach China bringen. Brandstätter: „Mit den erreichten Skaleneffekten können wir modernste Technologie erschwinglich anbieten – und so unsere Elektrooffensive weiter in die Breite tragen“.

VW-Vorstandschef Herbert Diess, ein erklärter E-Mobilmacher, setzt bei der Transformation des gesamten Traditionskonzerns darauf, dass bei der von Ralf Brandstätter geführten Hauptmarke VW Pkw bis 2030 neben China auch in Nordamerika mindestens 50 Prozent des Neuwagenabsatzes auf Elektroautos entfallen. Für Europa peilen die Wolfsburger gar 70 Prozent an.

Über weitere Welturaufführungen im Rahmen der Shanghai Motor Show wird Business Insider in der am Dienstag erscheinenden Ausgabe des neuen Newsletters Auto Insider berichten. Zum kostenlosen Abonnement gelangt Ihr hier.