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Sexuelle Belästigung: Ex-Schiedsrichterin packt aus

Sexuelle Belästigung: Ex-Schiedsrichterin packt aus
Sexuelle Belästigung: Ex-Schiedsrichterin packt aus

Erschütternde Aussagen einer Ex-Schiedsrichterin!

Für Tamara Vrhovec ist die Schiedsrichterszene im Tennis eine „geschlossene Gesellschaft des 19. Jahrhunderts“, wie sie im Gespräch mit dem britischen Telegraph erklärte. (NEWS: Alles zum Tennis)

Sowohl Machtmissbrauch als auch sexuelle Belästigung kämen laut ihrer Aussage immer wieder vor. „Ich bin wirklich überrascht, dass die ITF nicht gewillt ist, den ganzen Schlamassel zu bereinigen“, eröffnete sie ihre Anklage und fügte hinzu: „Das ganze System muss von ganz oben her geändert werden, denn die Referees haben niemanden, an den sie sich wenden können - und sie haben nicht die Möglichkeit, mit den Medien zu sprechen.“

Daher würden nur wenige Unparteiische Kritik wagen, da es negative Auswirkungen auf ihre Karriere habe. „Was passiert mit einem Unparteiischen, wenn die Untersuchung beginnt? Man kann seinen Job für immer verlieren, während die Person an der Macht bleibt“, beschrieb die Kroatin ein strukturelles Problem im Schiedsrichterwesen.

Tennis: Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung

Aber nicht nur den Machtmissbrauch prangerte sie an. Speziell als Frau sei es auch nicht leicht. In Roland Garros habe ihr ein Offizieller mal an den Hintern gefasst. Der Betreffende wurde „kürzlich in eine leitende Position befördert, obwohl jeder weiß, dass er ein Raubtier ist und sich nie die Mühe gemacht hat, das zu verbergen.“

Insgesamt war Vrhovec 16 Jahre lang auf der Tour als Schiedsrichterin aktiv. Neben zahlreichen Turnieren war sie auch im damals noch als Fed Cup bezeichneten Billie Jean King Cup im Einsatz. Trotz aller Bemühungen erreichte sie jedoch nie das Gold Badge, den höchsten Status im Schiedsrichterwesen.

Ein Umstand, der mitentscheidend war, ihre Karriere zu beenden. „Ich wollte eine Karriere haben, in der ich aufgrund meiner Arbeitsmoral und Leistung belohnt werde.“ Diese hat sie nun in der Finanzwelt gefunden.

Rechtlich wolle sie jedoch keine Schritte einleiten. Zwar wurde ihr von mehreren Personen dazu geraten, aber „es ist etwas aus der Vergangenheit, an das ich nicht mehr denke.“

Allerdings wolle sie mit ihren öffentlichen Aussagen diejenigen unterstützen, die noch in dem System sind und keine Gelegenheit haben, sich Gehör zu verschaffen.

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