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Schwindendes Vertrauen in Corona-Krisenmanagement in Tschechien

·Lesedauer: 1 Min.

PRAG (dpa-AFX) - Das Vertrauen der Bürger in Tschechien in das Corona-Krisenmanagement der Regierung ist dramatisch gesunken. Nur rund ein Viertel sind der Ansicht, dass Ministerpräsident Andrej Babis und sein Minderheitskabinett aus Populisten und Sozialdemokraten die Situation gut beherrscht. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage der Meinungsforschungsagentur Stem hervor. Vor knapp einem Jahr lag die Zustimmung noch bei 83 Prozent.

Unter den Befragten hielten 32 Prozent die Corona-Schutzmaßnahmen für angemessen. 28 Prozent forderten Verschärfungen; 40 Prozent sprachen sich für Lockerungen aus. In der Selbsteinschätzung war die Einhaltung der Hygiene-Regeln hoch. 93 Prozent gaben an, eine Maske zu tragen, wenn andere Leute in der Nähe sind.

Doch nur 63 Prozent waren bereit, Besuche bei älteren Verwandten einzuschränken. Und nur 17 Prozent arbeiten im Homeoffice, nur ein Prozentpunkt mehr als vor einem Jahr. Hintergrund dürfte sein, dass die Wirtschaft in Tschechien noch stark industriell geprägt ist. An der Umfrage nahmen 1032 Personen teil.

Tschechien kämpft mit einer massiven dritten Corona-Welle. Doch zeigt der harte Lockdown - die Bürger dürfen ihren Bezirk nur in Ausnahmefällen verlassen - anscheinend Wirkung. Am Freitag meldeten die Behörden 11 083 neue Fälle - rund 3500 weniger als am gleichen Tag vor einer Woche. Innerhalb von 7 Tagen steckten sich mehr als 760 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Virus Sars-CoV-2 an. In Deutschland lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 72,4.