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Nach schwierigen Jahren: Safran peilt für 2022 deutliche Steigerungen an

PARIS (dpa-AFX) - Der französische Luftfahrt-Zulieferer und Triebwerksbauer Safran <FR0000073272> rechnet nach weiteren Rückschlägen im zweiten Corona-Jahr für 2022 mit einem deutlichen Aufschwung. Der Flugverkehr mit Kurz- und Mittelstreckenjets dürfte Ende des Jahres das Vorkrisen-Niveau erreichen, sagte Konzernchef Olivier Andriès bei der Bilanzvorlage am Donnerstag in Paris. Safran sei bereit, seine Produktionsraten nach der Drosselung in der Krise wieder hochzufahren. Der Umsatz soll im laufenden Jahr deutlich steigen.

2021 musste Safran einen weiteren Umsatzrückgang um neun Prozent auf 15,1 Milliarden Euro hinnehmen. So lieferte das zu Safran und General Electric <US3696041033> gehörende Gemeinschaftsunternehmen CFM nur 952 Triebwerke aus, 20 weniger als im ersten Corona-Jahr. Während Safrans operativer Gewinn um sieben Prozent auf 864 Millionen Euro sank, brach der Überschuss wegen ungünstiger Währungskurse und gestiegener Abschreibungen sogar um 88 Prozent auf 43 Millionen Euro ein. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 50 Cent je Anteilsschein erhalten.

Für 2022 peilt die Safran-Führung einen Anstieg des bereinigten Umsatzes auf 18 bis 18,2 Milliarden Euro an. Davon sollen rund 13 Prozent als bereinigter operativer Gewinn übrigbleiben, nachdem diese Marge im vergangenen Jahr lediglich 11,8 Prozent erreicht hatte.

Die Aktie verlor nach dem Handelsauftakt in Paris 3,8 Prozent in einem schwachen Markt im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine.

Safrans Ableger CFM stellt Triebwerke für die Mittelstreckenjets Airbus <NL0000235190> A320neo und Boeing <US0970231058> 737 Max und ihre Vorgänger her. Bei den Airbus-Jets haben die Kunden die Wahl zwischen den Antrieben von CFM und dem gemeinsamen Konkurrenzmodell der Raytheon-Technologies-Tochter <US75513E1010> Pratt & Whitney und des deutschen Triebwerksherstellers MTU <DE000A0D9PT0>.