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Schwedens Immobilienfirmen begeben Bonds in Euro, hoffen auf EZB

Leo Laikola, Charles Daly und Love Liman
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Bisher haben schwedische Emittenten aus dem Immobiliensektor den heimischen Unternehmensanleihemarkt dominiert. Aber nun wenden sie sich dem Euroraum zu, um Käufer mit tieferen Taschen, darunter die Europäische Zentralbank, zu gewinnen.

Eine Handvoll schwedischer Immobiliengesellschaften hat in den letzten vier Wochen Kapital in der europäischen Gemeinschaftswährung aufgenommen. So hat zu Beginn der vergangenen Woche die SBB Papiere in Euro statt in Kronen begeben. Dabei haben die schwedischen Emittenten zunehmend ihre finnischen oder niederländischen Tochtergesellschaften genutzt, um für EZB-Bondkäufe in Frage zu kommen.

Zu den schwedischen Immobiliengesellschaften, die über eine im Euroraum angesiedelte Tochtergesellschaft Papiere in Euro begeben haben mit dem expliziten Ziel, Zugang zum Bondkaufprorgramm der EZB zu erhalten, gehören beispielsweise Hemso Fastighets AB und Fastighets AB Balder. Heimstaden Bostad AB und Akelius Residential Property AB haben ähnliche Maßnahmen ergriffen, um über ihre niederländischen Tochtergesellschaften auf Euro lautende Anleihen an den Markt zu bringen.

Schwedens Kreditmarkt machte im vergangenen Jahr Schlagzeilen, als Investoren, die Riksbank und die Finanzaufsichtsbehörde vor mangelnder Transparenz und fragwürdiger Liquidität warnten. Kritiker weisen auch auf eine Überrepräsentation von Immobilienkrediten hin, die inzwischen mehr als 40% des gesamten Emissionsmarktes für Kronen-Anleihen ausmachen.

Ilija Batljan, Vorstandsvorsitzender der SBB, sagt, zwei Dinge hätten ihn in den Euro-Markt gelockt: Liquidität und die Aussicht auf längere Laufzeiten. Aber er verweist auch auf die Notwendigkeit, sein Unternehmen vor den Risiken auf dem schwedischen Kronen-Anleihemarkt zu schützen. Batljan erinnert an den Beinahe-Zusammenbruch des schwedischen Kreditmarktes im vergangenen Jahr, als Dutzende von Anleihefonds darum kämpften, einen Massenexodus der Anleger aus auf Kronen lautenden Unternehmensanleihen zu verhindern.

Es ist nun “sehr wichtig, eine Gleichgewicht zwischen verschiedenen Märkten zu erreichen”, sagte er.

Die Veränderung in den Finanzierungsstrukturen gefällt Investoren wie Niklas Edman, Portfoliomanager bei Carnegie Fonder AB in Stockholm. “Wir können uns in beiden Märkten bewegen und können in einigen Fällen eine Extra-Rendite erzielen”, erklärte er. “Wir haben bei allen unseren größten Positionen bei SBB, Heimstaden und Akelius die Währungen ausgetauscht”, berichtet er.

Es sei von den Emittenten sehr clever gewesen, in den Euro-Markt zu gehen, sagt Edman. “Das skandinavische Immobiliensegment ist zu groß, um nur Bonds auf dem Heimatmarkt zu begeben”, erläutert er.

Überschrift des Artikels im Original:Real Estate Issuers That Saturated Swedish Market Turn to ECB

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