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Schadstoffe in Kinderwagen: Buh – auch für Bugaboo

·Freiberufliche Journalistin
(Bild: gettyimages)
(Bild: gettyimages)


Nur drei von 18 Kinderwagen sind gut und sicher – das ergab einer der jüngsten Tests von Stiftung Warentest. Die Verbraucherschützer untersuchten Kombi-Kinderwagen zu Preisen von 299 Euro bis 1.080 Euro. Vier waren deutlich mit Schadstoffen belastet, darunter auch der teure Trend-Kinderwagen Bugaboo. Andere Wagen können kippen oder bieten wenig Komfort.

Wenn es um den Nachwuchs geht, schauen Eltern mit Argusaugen hin. Für die Kleinen ist nur das Beste gut genug – schließlich sollen sie einen guten Start ins Leben bekommen. Geht es um den ersten fahrbaren Untersatz für die Kinder, lassen sich das viele Eltern eine schöne Stange Geld kosten.

Voll im Trend liegt derzeit der Bugaboo. Er ist mit seinem Preis von 1.080 Euro der teuerste Kinderwagen im aktuellen Test von Stiftung Warentest. Ausgerechnet dieses Modell schnitt bei der Untersuchung als eines von vieren mit dem Qualitätsurteil „Mangelhaft“ ab. Grund: Die Experten fanden deutliche Mengen Tris-Dichlorprophyphosphat (TDCPP), ein Flammschutzmittel, das vermutlich Krebs erzeugen kann, heißt es im Prüfbericht.

Auch der zweiteuerste Wagen im Test ließ bei der Schadstoffprüfung mehr als zu wünschen übrig. Die Experten fanden in den Griffen des 1.040-Euro teuren Wagens deutliche Mengen an Naphtalin Außerdem sei die Luftzirkulation im Innern eingeschränkt, wenn das Verdeck auf maximal vorgeklappter Position stehe.

Deutliche Mengen an Schadstoffen fanden sich zudem in den Kindergriffen von Bergsteiger und Knorr-Baby. „Besorgte Eltern sollten die Griffe entfernen oder überkleben und die Regenhaube nicht verwenden“, raten die Verbraucherschützer. Eine weitere Möglichkeit für Besitzer eines wegen Schadstoffen als mangelhaft beurteilten Kinderwagens sei es, die Gewährleistung in Anspruch zu nehmen und den Händler aufzufordern, den Mangel zu beheben.

Der überwiegende Teil der Kinderwagen schnitt im Test mit den Qualitätsurteilen „Befriedigend“ und „Ausreichend“ ab. Aber immerhin fand Stiftung Warentest auch drei Modelle, die das Qualitätsurteil „Gut“ verdienen.

Die drei Guten
Den ersten Platz kann der „Britax Go Big“ für sich verbuchen. Er eignet sich für Kinder von der Geburt bis zum Alter von 3,5 Jahren. Ihm attestierten die Prüfer als einzigem eine „gute“ Tragetasche und einen „guten“ Sitz. Allerdings kostet er auch 995 Euro. Sehr viel günstiger ist mit 600 Euro der Zweitplatzierte, der Condor 4 von ABC Design. In ihm sind Kinder bis zum Alter von drei Jahren gut aufgehoben. Nachteilig sei jedoch, dass sich der Sitzwinkel nicht verändern lasse und die Schieberhöhe eher für kleine und mittelgroße, weniger für große Eltern geeignet sei.

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Der dritte „gute“ im Bunde ist der „Joolz Deo Earth“ für 1.000 Euro. Er hat die längste Tragetasche zu bieten, die sich für Kinder bis zehn Monate eignet. Auch bei diesem Modell lässt sich der Sitzwinkel nicht verändern, der Sitz neigt sich nur, so dass die Beine dann etwas höher liegen als der Rumpf.

Beim Kauf eines Wagens sollten Eltern auch grundsätzlich darauf achten, dass die Schieberhöhe einen aufrechten Gang erlaubt, denn nicht nur der Nachwuchs muss gut sitzen, sondern auch die Eltern müssen mit dem Gefährt zurechtkommen.

Den vollständigen Testbericht von Stiftung Warentest zum Thema „Kinderwagen“ finden Sie hier (kostenpflichtig).