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SAP, Adidas, Vattenfall: Rund 70 Konzerne fordern von der neuen Bundesregierung mehr Klimaschutz

·Lesedauer: 2 Min.
Windräder im Sonnenuntergang.
Windräder im Sonnenuntergang.

Vor dem Beginn der vertieften Sondierungsrunden in dieser Woche fordern 69 deutsche Unternehmen von der neuen Bundesregierung den massiven Ausbau von Wind- und Solarparks – und einen schnelleren Kohleausstieg als bisher geplant, berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf ein von den Unternehmen unterzeichnetes Papier.

„Der Ausbau der erneuerbaren Energien wie auch der erforderlichen Stromnetze muss […] massiv beschleunigt werden“, heißt es in dem Appell, den unter anderem die Otto Group, die Allianz, Rossmann, SAP, EnBW und E.on unterzeichnet haben. Der „Spiegel“ berichtete zuerst darüber. „Bis 2030 müssen mindestens 70 Prozent des steigenden deutschen Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt werden“, heißt es in dem Schreiben. Bisher sind es weniger als 50 Prozent. „Die installierte Kapazität von Windkraft an Land und auf See sowie Photovoltaik muss dafür nahezu verdreifacht werden.“

Hierfür müssten ausreichend Flächen für neue Kraftwerksparks bereitgestellt und bestehende Anlagen nachgerüstet werden, fordern die Unterzeichner in dem Schreiben, das von der Unternehmerinitiative „Stiftung 2 Grad“ initiiert wurde. Zusammen mit anderen Maßnahmen könne man so „gezielt die Voraussetzungen für einen Ausstieg aus der Kohleverstromung deutlich vor 2038 […] schaffen“, heißt es.

Druck aus Eigeninteresse

Um das Klimaschutzziel für das Jahr 2030 von 65 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als 1990 noch zu erreichen, müsse die neue Koalition in ihren ersten 100 Tagen eine „Umsetzungsoffensive für Klimaneutralität“ vorlegen – sowie eine „klimafreundliche Reform des Steuern-, Abgaben- und Umlagesystems auf den Weg bringen“.

Die Konzerne machten der Politik aus Eigeninteresse Druck, berichtet der „Spiegel“. Sie wollten schnell klare Rahmenbedingungen haben, entlang derer sie ihre Strategien ausrichten könnten. Viele erhofften sich zudem neue Geschäfte beim Umbau der Wirtschaft.

So heißt es in dem Schreiben unter anderem: „Der Ausbau von Schlüsseltechnologien und Infrastrukturen für das Erreichen der Klimaneutralität darf nicht durch langwierige und umständliche Planungs- und Genehmigungsverfahren ausgebremst werden.“ Oder: „Öffentliche Finanzmittel müssen verstärkt genutzt werden, um privates Kapital für Investitionen in klimaneutrale Zukunftstechnologien zu mobilisieren.“

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