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Saar-Landtagspräsident wirbt für 'Saarland-Modell'

·Lesedauer: 1 Min.

SAARBRÜCKEN (dpa-AFX) - Saarlands Landtagspräsident hat sich hinter das in dem Bundesland geplante Projekt mit Öffnungen bei verstärktem Testen gestellt. "Das Saarland-Modell ist auch das Ergebnis intensiver Beratungen im Landtag des Saarlandes. Es hat dort eine breite parlamentarische Mehrheit", sagte Stephan Toscani (CDU) am Donnerstag per Video bei Twitter. "Wenn die 7-Tage-Inzidenz stabil unter 100 bleibt, dann sollten wir diesen Weg gehen. Mit dem Saarland-Modell." Auch aus verfassungsrechtlichen Gründen sei "es wichtig, dass wir von Verboten wegkommen hin zu Öffnungen mit Auflagen. Das gebietet auch der Grundrechtsschutz."

Das Saarland will nach monatelangem Lockdown vom 6. April an Öffnungsschritte gehen: Unter anderem Theater, Kinos, Fitnessstudios und die Außengastronomie sollen wieder aufsperren - Voraussetzung für Gäste und Nutzer ist ein negativer Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Das Saarland war mit seinem Vorhaben bundesweit auch auf Kritik gestoßen.

Toscani sagte, es sei richtig gewesen, auf Verbote und strenge Kontaktbeschränkungen zu setzen, als es noch keine Testmöglichkeiten und keinen Impfstoff gab. "Mittlerweile sind wir weiter", sagte er.

Am Mittwoch erreichte die landesweite Inzidenz 89,9 - nachdem sie am vergangenen Donnerstag bei 73,1 lag.