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ROUNDUP: Vodafone enttäuscht mit schwachem Geschäftsjahr - Aktie bricht ein

LONDON (dpa-AFX) - Ausgebliebene Einnahmen aus dem Roaming-Geschäft und ein geringerer Absatz mit Mobiltelefonen haben dem britischen Telekomkonzern Vodafone <GB00BH4HKS39> ein eher umsatzschwaches Geschäftsjahr eingebrockt. Vor allem in Mittel- und Osteuropa fehlten Roaming-Erlöse, weil nach wie vor deutlich weniger Menschen reisten, teilte Vodafone am Dienstag in London mit. Der Erlöse des Geschäftsjahres 2020/21 bis Ende März ging im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent auf 43,8 Milliarden Euro zurück. Zudem verkaufte Vodafone weniger Mobiltelefone. An der Börse riefen die Jahreszahlen keine Begeisterung hervor: Die Vodafone-Aktie verlor am Vormittag um knapp 7 Prozent.

Das bereinigte operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibung (Ebitda) sank von knapp 14,9 Milliarden Euro auf gut 14,4 Milliarden Euro. Das entsprach einem organischen Rückgang von 1,2 Prozent, also berechnet ohne Zu- und Verkäufe sowie Wechselkurseffekte. Analysten hatten mit Ergebnissen in dieser Größenordnung gerechnet. Ohne eine strenge Kostenkontrolle wäre das bereinigte Ebitda nach Angaben von Vodafone schlechter ausgefallen.

In seinem größten Markt Deutschland, der knapp zwei Fünftel des Konzern-Ebitda ausmacht, konnte der Vorstand indes fortschreitende Synergieeffekte durch die Integration von Unitymedia vorweisen. Mehr als 70 Prozent der gesteckten Ziele seien bereits erreicht, hieß es. Mit dem Unitymedia-Deal stieg der Serviceumsatz um 7,7 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro, wie Vodafone Deutschland mitteilte. Organisch hätte sich der Wert verglichen mit dem Vorjahr allerdings kaum geändert, dabei musste die deutsche Tochter auch einen leichten Knick bei den Serviceerlösen im Mobilfunk hinnehmen.

Deutlich schwieriger stand es dagegen um Italien und die anderen europäische Märkte, dort brachen die Umsätze und teils auch das operative Ergebnis weg. JPMorgan-Analyst Akhil Dattani sprach deshalb von einem schwachen Umsatzmix, wenngleich dank Deutschland die Service-Umsätze des Konzerns etwas besser ausgefallen seien als von ihm gedacht.

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Unter dem Strich verdiente der Konzern allerdings 536 Millionen Euro nach einem Verlust von 455 Millionen im Jahr zuvor. Dabei halfen auch deutlich geringere Finanzierungskosten und Bewertungsgewinne. Die Dividende will Vodafone wie auch schon im Jahr zuvor bei 9 Cent je Aktie belassen.

Trotz des schwierigen Geschäftsjahres will Vodafone in den kommenden zwölf Monaten wieder zulegen. Im neuen Geschäftsjahr 2021/22 wird die wichtigste Kenngröße das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung nach Leasingkosten (Ebitda AL) sein, das bei 15 bis 15,4 Milliarden Euro herauskommen soll. Der freie Mittelzufluss soll dann ohne Blick auf die erst kürzlich börsennotierte Funkturmsparte Vantage Towers <DE000A3H3LL2> bei mindestens 5,2 Milliarden Euro liegen.