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ROUNDUP: Slowakische Arzneimittelkontrolle kritisiert Sputnik-Hersteller

·Lesedauer: 2 Min.

BRATISLAVA (dpa-AFX) - In der Slowakei hat das staatliche Institut für Arzneimittelkontrolle SUKL einen kritischen Bericht über den russischen Impfstoff Sputnik V veröffentlicht. Die gelieferten Impfstoffe seien nicht in allen Details identisch mit den zuvor in der renommierten Fachzeitschrift Lancet beschriebenen, hieß es in dem Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag vorlag. Zuvor hatten slowakische Medien darüber berichtet.

Auch Informationen aus anderen Ländern, in denen Sputnik V bereits eingesetzt wurde, seien wegen mangelnder Übereinstimmung nicht auf die an die Slowakei gelieferten Vakzine anwendbar. "Diese Vakzine haben nur den Namen gemeinsam", schrieben die slowakischen Kontrolleure wörtlich. Schon vorher hatten sie der Herstellerfirma mangelhafte Information vorgeworfen.

Die Slowakei hat am 1. März eine erste Lieferung von 200 000 Impfdosen des in der EU nicht zugelassenen Impfstoffs aus Russland erhalten. Der inzwischen zurückgetretene Gesundheitsminister Marek Krajci erteilte zwar eine Ausnahmegenehmigung für die Anwendung von Sputnik V. Zugleich ordnete er jedoch an, dass der tatsächliche Einsatz erst nach Vorliegen einer positiven Prüfung durch SUKL beginnen dürfe. Deshalb wurde der Impfstoff bisher nicht genutzt.

Nach Angaben aus Russland ist die slowakische Regierung gebeten worden, den Impfstoff zur Prüfung an ein Labor zu schicken. Am Dienstag sei das Land aufgefordert worden, das Vakzin wegen "mehrfacher Vertragsverletzungen" zurückzuschicken, damit es in anderen Ländern verwendet werde könne, schrieb der staatliche Direktinvestmentfonds RDIF bei Twitter. "Impfstoffe sollten Leben retten und nicht für geopolitische und interne politische Kämpfen eingesetzt werden."

Finanzminister Igor Matovic kritisierte negative Medienberichte auf Facebook als böswillige Verschwörung. Jemand versuche offenbar "aus geopolitischen Gründen" zu verhindern, dass Sputnik V in der Slowakei mithelfen könne, Menschenleben zu retten, schrieb der konservativ-populistische Ex-Ministerpräsident. Am Donnerstag brach er überraschend nach Moskau auf, um mit dem Chef der russischen Vermarktungsagentur zu sprechen, wie er auf Facebook mitteilte.