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ROUNDUP: Laschet für deutsch-italienische Projekte bei Corona-Wiederaufbau

·Lesedauer: 2 Min.

ROM (dpa-AFX) - NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich für gemeinsame deutsch-italienische Projekte zum Wiederaufbau nach der Corona-Pandemie ausgesprochen. Es werde in Italien hoch geschätzt, dass der milliardenschwere EU-Wiederaufbaufond insbesondere durch Deutschland und Frankreich vorangebracht worden sei, sagte Laschet, der sich für den CDU-Vorsitz bewirbt und als möglicher Unions-Kanzlerkandidat gilt, am Mittwoch nach einem Gespräch mit Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte in Rom. "Man setzt große Hoffnungen in dieses gemeinsame Programm." Ziel solle es sein, "deutsch-italienische gemeinsame Projekte jetzt zu erschließen".

Als Beispiele nannte Laschet die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung oder Infrastrukturprojekte. Wenn man bei der Wasserstofftechnologie vorankomme, werde man zudem große Mengen an Wasserstoff brauchen, die man in Deutschland nicht habe. Das ermögliche neue Kooperationsformen rund um das Mittelmeer mit den arabischen Ländern, zu denen Italien traditionell gute Beziehungen habe. Dies könne eine neue Form der Kooperation sein, bei der dort Wasserstoff durch Solarenergie erzeugt werden könne, der leichter transportierbar sei als durch Stromnetze - durch Pipelines oder Schiffe. "Wenn uns das gelingt, dann ist natürlich Italien ein Schlüsselland", um Wasserstoff in den europäischen Markt zu bringen.

Deutschland und Italien könnten nach Ansicht von Laschet gemeinsam auch eine stabilisierende Rolle etwa bei den Konflikten zwischen der Türkei und Griechenland oder der Lage im Libanon spielen, die von diesem Donnerstag an Thema auf dem EU-Gipfel in Brüssel sein sollen.

Am Donnerstag empfängt Papst Franziskus Laschet zu einer Privataudienz im Vatikan. In italienischen Medien wurde mit Aufmerksamkeit registriert, welche prominenten Gesprächspartner Laschet in Rom hat. An diesem Donnerstag wird der Ministerpräsident auch vom italienischen Außenminister Luigi Di Maio empfangen.

Zum Auftakt der Reise hatte Laschet in der Zeitung "Corriere della Sera" die deutsche Solidarität mit Italien bei der Bewältigung der Corona-Folgen und beim Umgang mit in dem Land ankommenden Migranten betont. "Eins ist klar: Gerade Deutschland als exportstarker Industriestandort hängt maßgeblich vom wirtschaftlichen Erfolg Italiens ab", sagte Laschet. "Deutschland und alle anderen europäischen Länder können nur stark sein, wenn auch Italien und der Süden Europas stark sind. Diese Erkenntnis ist ein Zeichen von Solidarität und entspricht zugleich unseren ureigenen Interessen."

Laschet ließ in dem Interview offen, ob die mögliche gemeinsame Schuldenaufnahme der EU zur Finanzierung des milliardenschweren Konjunkturprogrammes in der Corona-Pandemie ein einmaliger Schritt sein soll. Auf eine entsprechende Frage sagte er: "Meine Hoffnung ist, dass das der erste Schritt zu einem neuen gemeinsamen europäischen Bewusstsein ist." Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die gemeinsame Schuldenaufnahme angesichts der Corona-Pandemie als einmaligen Vorgang bezeichnet.

Anlass der Reise Laschets sind die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in den deutschen Botschaften beim Heiligen Stuhl und in Italien, bei denen Nordrhein-Westfalen Partner-Bundesland ist.