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ROUNDUP/Kreise: SPD will als Lehre aus Corona-Krise Soziales stärken

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BERLIN (dpa-AFX) - Faire Löhne, mehr Innovationen und ein Anspruch auf eine Ganztagsbetreuung für Kinder - die SPD im Bundestag formuliert zum Abschluss einer zweitägigen Fraktionsklausur Anliegen für die Zeit nach der Corona-Krise. In einer Beschlussvorlage für den Abschluss der Klausur, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt, stehen Vorhaben über den Wandel in der Arbeitswelt, Zukunftstechnologien und die Einbindung Deutschlands in Europa.

Die Arbeitswelt habe sich nicht nur durch die Corona-Pandemie geändert und darauf müsse reagiert werden, heißt es weiter. Die Partei setze sich daher als Ziel für dieses Jahr, dass das mobile Arbeiten einfacher und sicherer werde. Daneben werde zum Abschluss der Klausur außerdem über eine Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro und über den Anspruch auf eine Ganztagsbetreuung für Kinder beraten. "Arbeit verdient Anerkennung", so heißt es in der vom geschäftsführenden Fraktionsvorstand bereits beschlossenen Vorlage - und das wolle die SPD mit ihrem Programm erreichen.

Daneben stehen Themen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Die Partei will Zukunftstechnologien fördern. Deutschland soll laut Vorlage eine Führungsrolle bei Innovationen einnehmen. Daher soll mehr in Bildung und Qualifizierung investiert werden.

Die Zukunft sieht die SPD-Fraktion außerdem in einem solidarischen und starken Europa. Dieser Zusammenhalt soll sich auch in den transatlantischen Beziehungen widerspiegeln. Von der Wahl des gewählten US-Präsidenten Joe Biden erwartet die SPD einen Neustart.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz will gemeinsam mit Fraktionschef Rolf Mützenich sowie den Parteichefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans am Morgen vor die Presse treten. Über die Ergebnisse der Klausur berichtet Mützenich am frühen Nachmittag.