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ROUNDUP: 'Focus' ändert Erscheinungstag und plant Newsletter

MÜNCHEN/BERLIN (dpa-AFX) -Der gedruckte "Focus" erscheint künftig einen Tag früher. Das Nachrichtenmagazin setzt nach Burda-Angaben ab 9. Februar auf den Freitag statt auf den Samstag. "Focus"-Chefredakteur Georg Meck (56) sagte im Interview der Deutschen Presse-Agentur, der neue Erscheinungstag sei "Teil unserer Offensive für noch mehr Durchschlagskraft, publizistisch wie ökonomisch." Er verwies auch auf das Problem pünktlicher Zustellung: "Freitags ist die Post noch zuverlässig."

Co-Chefredakteurin Franziska Reich (49), die vor ihrer Zeit bei Burda viele Jahre beim "Stern" tätig war, erläuterte im dpa-Gespräch weiter: "Freitag ist klassisch der Tag, an dem sich Leute in Supermärkten und an Kiosken für das Wochenende bereit machen und ein Magazin mit nach Hause nehmen. Wir bieten den Menschen so Lektüre für das gesamte Wochenende, haben einen Verkaufstag mehr." Reich und Meck sind seit April 2023 als Doppelspitze in der "Focus"-Chefredaktion tätig.

Bislang erscheint das gedruckte Magazin mit einer verkauften Auflage von rund 240 000 Exemplaren (drittes Quartal 2023/IVW-Zahlen) samstags und damit am selben Tag wie die gedruckte Konkurrenz-Zeitschrift "Der Spiegel". Der gedruckte "Stern" aus dem Hause RTL kommt donnerstags auf den Markt.

Die Zeitschrift will zudem stärker in Online-Angebote investieren. Von "Focus Online" bleibt das Magazin als Marke zugleich getrennt. Das ist ein eher unüblicher Weg. In den vergangenen Jahren waren viele Prozesse in Redaktionen davon geprägt, dass man Online- und Print-Bereiche zusammenlegte - auch um Geld zu sparen und inhaltliche Synergien zu bilden. Beim "Spiegel" zum Beispiel läuft schon lange das Zusammenwachsen der Bereiche. Geräuschlos lief das nicht, es gab Unmut zum Beispiel wegen historisch bedingter unterschiedlicher Bezahlung von Journalisten.

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"Focus"-Chefredakteurin Reich sagte im dpa-Interview, in vielen Redaktionen sei die Zusammenlegung von Print- und Online-Redaktionen langwierig und mit vielen Verwerfungen verbunden gewesen. "Die Verschmelzung ist ein möglicher Weg, der bei vielen anderen Marken bei uns im Burda Verlag gut funktioniert. Wir gehen bei "Focus" einen anderen: Mit einem sehr erfolgreichen Reichweitenmodell konzentriert sich "Focus Online" auf das tagesaktuelle Geschehen, Geschwindigkeit und Reichweite." Das Magazin konzentriere sich stärker auf das "Warum?", also auf hochwertige Hintergrundberichterstattung.

Reich ergänzte: "Bei allem rund um das Magazin - dazu gehören auch digitale Projekte, an denen wir jetzt arbeiten - setzen wir darauf, dass hochwertiger Magazinjournalismus bezahlt wird, auch wenn er digital verbreitet wird. Und natürlich wird uns "Focus Online" mit seiner hohen Reichweite unterstützen."

Chefredakteur Meck kündigte Paid-Modelle im Netz und den Ausbau des E-Paper-Geschäfts für den "Focus" an. "Es gibt einen intensiven redaktionellen Austausch mit "Focus Online", wir unterstützen uns gegenseitig bei vielen Themen. Allerdings arbeiten wir in getrennten Redaktionen." Man investiere in die Offensive mit dem Arbeitstitel "Focus 2030" für das Magazin einen hohen Betrag. Zahlen nannte die Chefredaktion nicht. Für die Digital-Paid-Strategie werde man die Redaktion ausbauen. Bislang arbeiten laut Meck 60 Beschäftigte beim "Focus"-Magazin und nochmal knapp 30 bei der Schwester-Zeitschrift "Focus Money".

"Focus" setzt auch auf Bezahl-Newsletter. Reich erläuterte: "Es wird einen tagesaktuellen Newsletter geben, der auf die stärksten Inhalte aus der Magazin-Redaktion von "Focus" setzt und in einer weiteren Ausbaustufe zu Paid-Content-Angeboten hinleitet. Finanzen und Wirtschaft sind die Top-Themen. Wir denken auch über Gesundheit nach." Auf die Frage, ob es mit Blick auf bereits bestehende Angebote von großen Medienhäusern und spezialisierten Medienmarken nicht zu spät für einen solchen Markteintritt sei, sagte Meck: "Es ist ein harter Wettbewerb. Aber wir sind überzeugt, dass wir es im Zweifel besser machen als andere."/gö/rin/DP/zb