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ROUNDUP/Bericht: Erster Olympia-Test in Tokio wird wegen Notstands verschoben

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TOKIO (dpa-AFX) - Der erste Test-Wettbewerb für die Olympischen Spiele in Tokio wird wegen der Einreisebeschränkungen im Zuge des Corona-Notstands laut japanischen Medien verschoben. Die abschließende Olympia-Qualifikation im Synchronschwimmen, bei der sich Marlena Bojer und Michelle Zimmer das Sommerspiel-Ticket sichern wollen, sollte eigentlich vom 4. bis 7. März im neuen Tokyo Aquatics Center stattfinden. Der Wettkampf sollte zugleich der erste Olympia-Test mit Maßnahmen zum Schutz gegen eine Ausbreitung des Coronavirus sein.

Doch seien der Internationale sowie der japanische Schwimmverband zu dem Ergebnis gekommen, dass Japans Einreiseverbot für Ausländer die Vorbereitungen zu schwierig mache, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch unter Berufung auf informierte Kreise. Im Gespräch seien derzeit Ausweichtermine zwischen April und Mai, hieß es weiter.

Eine Verschiebung würde dem neuformierten deutschen Duo in der schwierigen Vorbereitung zumindest mehr Zeit zum gemeinsamen Training bringen. Nach dem Rückzug von Daniela Reinhardt nach anhaltenden Rückenproblemen peilt die Berlinerin Zimmer erst seit Ende Oktober mit der Münchnerin Bojer die Tokio-Teilnahme an. Letztmals war Deutschland 1992 im Synchronschwimmen bei Olympia vertreten.

Ausländische Athleten, die für Wettkämpfe oder zum Training für die Olympischen Spiele nach Japan kommen sollten, waren zunächst von einem Einreisestopp für Ausländer an den Olympia-Ort ausgenommen worden. Die Regierung in Tokio entschied Mitte Januar jedoch wegen des verhängten Notstands für Tokio und andere Provinzen, die Ausnahmeregelung wieder aufzuheben. Der erneute Notstand gilt zunächst bis zum 7. Februar, doch könnte er laut Medienberichten möglicherweise bis Ende Februar verlängert werden.