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ProSiebenSat.1 senkt Jahresprognose

UNTERFÖHRING (dpa-AFX) - Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 Group <DE000PSM7770> senkt angesichts der Belastungen für das Konsumklima seine Jahresprognose. Der Konzern rechnet für das Gesamtjahr - ohne weitere Portfolioveränderungen - nun mit einem stagnierenden Umsatz von 4,375 Milliarden Euro und einem Rückgang des um Sondereffekte bereinigten Betriebsgewinns (Ebitda) auf 805 Millionen Euro. Dabei sei der Verkauf des US-Produktionsgeschäfts der Red Arrow Studios im Juli berücksichtigt, teilte das im MDax <DE0008467416> notierte Unternehmen am Donnerstag in Unterföhring bei München mit.

Bisher hatte ProSiebenSat.1 ohne Portfolioveränderungen 4,6 Milliarden Euro Umsatz und 840 Millionen Euro Betriebsgewinn angepeilt. Doch die Werbeerlöse sanken im zweiten Quartal im Vorjahresvergleich um 1 Prozent. Für die Jahresprognose nimmt der Konzern an, dass seine Werbeerlöse im Gesamtjahr das Vorjahresniveau erreichen. Prognosen seien aber aktuell mit hohen Unsicherheiten behaftet.

Im zweiten Quartal wuchs der Konzernumsatz um ein Prozent auf 1,06 Milliarden Euro. Davon trug das Unterhaltungssegment drei Viertel bei. Der Umsatz des Datingsegments sank um sechs Prozent auf 130 Millionen Euro, das Segment Commerce & Ventures wuchs leicht auf 177 Millionen Euro. Dabei liefen das Erlebnis- und Freizeitgeschäft von Jochen Schweizer mydays und das Vergleichsportal Billiger Mietwagen besser, während die Onlineparfümerie Flaconi unter der aktuellen Konsumzurückhaltung litt. Auch das Vergleichsportal Verivox entwickelte sich schlechter. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) des ProSiebenSat.1-Konzerns Konzerns blieb mit 166 Millionen Euro stabil.

Die Branchenanalysten mehrerer Banken hatten ihre Bewertungen für ProSiebenSat.1 in den vergangene Tagen und Wochen bereits gesenkt, weil werbeabhängige Medienunternehmen unter der Inflation, der verschlechterten Verbraucherstimmung und geringeren Konsumausgaben litten. Angesichts der Angst vor einer Rezession in Europa sehen sie die Werbeausgaben im vierten Quartal, dem wichtigsten Jahresviertel für europäische TV-Sender, skeptisch.