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Presse: Elektroautobauer Tesla streicht in Flaute mehr als zehn Prozent der Jobs

AUSTIN (dpa-AFX) -Tesla US88160R1014-Chef Elon Musk will laut einem Pressebericht angesichts der Flaute am Elektromarkt und schwacher Verkäufe zu Jahresbeginn weltweit mehr als ein Zehntel aller Stellen im Unternehmen streichen. Es sei extrem wichtig, sich jeden Aspekt im Unternehmen hinsichtlich Kosten und Produktivität anzusehen, zitierte das auf den Elektroautomarkt spezialisierte US-Nachrichtenportal "Electrek" am Montag aus einer internen Mail des Firmenchefs. Nach einer eingehenden Prüfung habe das Unternehmen entschieden, die Stellenanzahl um mehr als zehn Prozent zu senken. Tesla beschäftigte laut eigenen Angaben Ende des vergangenen Jahres 140 473 Mitarbeiter. Damit stehen nun wohl mehr als 14 000 Jobs auf der Kippe.

Die Tesla-Aktie verlor im vorbörslichen US-Handel 0,7 Prozent. Die Aktie hat seit einem Hoch im vergangenen Sommer bei fast 300 US-Dollar über 40 Prozent eingebüßt. Von den Rekordständen bei über 400 Dollar im Herbst 2021 ist das Papier noch weiter entfernt. Dennoch ist das Unternehmen mit knapp 545 Milliarden Dollar (512 Mrd Euro) Börsenwert immer noch der weltweit am höchsten bewertete Autokonzern vor den Japanern von Toyota JP3633400001 mit 61,5 Billionen Yen (375 Mrd Euro). Die deutschen Autobauer Volkswagen DE0007664039, BMW DE0005190003, Mercedes-Benz DE0007100000 und Porsche AG DE000PAG9113 hinken dem mit Marktkapitalisierung zwischen 69 und 85 Milliarden Euro weit hinterher.

Tesla bekommt unter anderem den harten Preiskampf im größten Automarkt China zu spüren und hat im ersten Quartal mit fast 387 000 Autos überraschend weniger Fahrzeuge ausgeliefert als ein Jahr zuvor. Schon davor hatten sich nach den jahrelang starken Zuwächsen bereits Zweifel am Wachstumstempo im Elektroautomarkt gemehrt.

In den USA griffen Autokäufer verstärkt zu Verbrenner- und Hybrid-Fahrzeugen, in China bekommt Tesla mehr Konkurrenz von einheimischen Herstellern. In Europa musste Tesla die Produktion in Grünheide bei Berlin zunächst wegen Lieferengpässen bei Bauteilen durch die Umleitung von Schiffen nach Angriffen jemenitischer Huthi-Rebellen im Roten Meer sowie nach einem Anschlag auf die Stromversorgung des Werks zeitweise aussetzen.

Mit dem rasanten Wachstum der vergangenen Jahre sei es zu Doppelfunktionen in einigen Bereichen gekommen, hieß es laut "Electrek" in der Mail von Musk. Die Stellenstreichungen würden es dem Unternehmen erlauben, schlank, innovativ und hungrig auf die nächste Wachstumsphase zu sein.