Deutsche Märkte öffnen in 40 Minuten
  • Nikkei 225

    28.864,32
    -65,79 (-0,23%)
     
  • Dow Jones 30

    30.924,14
    -345,95 (-1,11%)
     
  • BTC-EUR

    39.697,54
    -2.168,59 (-5,18%)
     
  • CMC Crypto 200

    949,87
    -37,34 (-3,78%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.723,47
    -274,28 (-2,11%)
     
  • S&P 500

    3.768,47
    -51,25 (-1,34%)
     

POLITIK: Maas wird in Impeachment-Verhandlung gegen Trump zitiert

·Lesedauer: 1 Min.

WASHINGTON (dpa-AFX) - Äußerungen von Außenminister Heiko Maas haben es ins Amtsenthebungsverfahren gegen den früheren US-Präsidenten Donald Trump geschafft. Einer der Anklagevertreter, der Abgeordnete Joaquin Castro, zitierte den deutschen Chefdiplomaten am Donnerstag (Ortszeit) bei der Verhandlung im US-Senat.

Maas hatte sich nach der Attacke von Trump-Anhängern auf das US-Kapitol im Januar dafür ausgesprochen, alle Verantwortlichen zur Verantwortung zu ziehen - auch die Anstifter. Der SPD-Politiker hatte gesagt, Urheber solcher Entgleisungen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. "Dazu zählen die gewalttätigen Randalierer, und dazu zählen auch ihre Anstifter."

Castro zitierte diese Worte von Maas am Donnerstag, als er in dem Verfahren gegen Trump ausführlich über internationale Reaktionen auf den Gewaltausbruch am Kapitol sprach. Der US-Demokrat beklagte, Gegner der Vereinigten Staaten nutzten die Eskalation, um ein Versagen westlicher Demokratien zu verkünden und die USA als Heuchler darzustellen. Castro verwies aber auch auf Reaktionen von Verbündeten der USA und zitierte unter anderem Maas. Castro mahnte: "Die Welt schaut zu und fragt sich, ob wir der sind, der wir vorgeben zu sein."

Am 6. Januar hatten Anhänger des abgewählten US-Präsidenten gewaltsam das US-Kapitol gestürmt. Dort war der Kongress zusammengekommen, um den Wahlsieg von Trumps Amtsnachfolger Joe Biden offiziell zu bestätigen. Bei den Krawallen kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist. Trump hatte seine Anhänger kurz zuvor bei einer Kundgebung damit aufgewiegelt, dass ihm der Wahlsieg gestohlen worden sei. Die Demokraten werfen ihm "Anstiftung zum Aufruhr" vor und haben ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump eingeleitet, um ihn auch nach dem Abschied aus dem Weißen Haus zur Rechenschaft zu ziehen.