Werbung
Deutsche Märkte öffnen in 4 Stunden 24 Minuten
  • Nikkei 225

    38.790,15
    -109,87 (-0,28%)
     
  • Dow Jones 30

    39.069,59
    +4,29 (+0,01%)
     
  • Bitcoin EUR

    63.219,06
    -314,36 (-0,49%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.487,48
    +3,28 (+0,22%)
     
  • Nasdaq Compositive

    16.920,79
    +184,79 (+1,10%)
     
  • S&P 500

    5.304,72
    +36,88 (+0,70%)
     

Das passiert, wenn man 10.000 Euro in die BASF-Aktie investiert

Verschiedene farbige Flaggen mit dem BASF Logo und Slogan
Verschiedene farbige Flaggen mit dem BASF Logo und Slogan

10.000 Euro investiert in die BASF-Aktie (WKN: BASF11) dürften für die meisten Investoren vor allem eines sein: ein größeres Aktienpaket. In den meisten Depots wird eine solche Position wohl zugleich eine größere Allokation aufweisen. Umso wichtiger ist es, dass man weiß, worein man eigentlich investiert.

Blicken wir daher heute auf drei verschiedene Facetten, die eine Investition von 10.000 Euro in die BASF-Aktie mitbringt. Es geht um die Dividende, die Bewertung und zugleich auch um das damit verbundene Risiko.

10.000 Euro in die BASF-Aktie: 693 Euro Dividende

Wer heute 10.000 Euro in die BASF-Aktie investiert, der würde 693 Euro Dividende pro Jahr erhalten. Brutto, wohlgemerkt. Und unter der Prämisse, dass es im kommenden Jahr erneut 3,40 Euro je Aktie gibt. Gleichzeitig bedeutet das jedoch auch, dass man im Jahr 2024 keinerlei Ausschüttung mehr erhält. Der DAX-Chemiekonzern schüttet lediglich einmalig pro Jahr an seine Investoren aus.

WERBUNG

Bemerkenswert ist, dass die Dividende der BASF-Aktie mittlerweile als überaus stabil gilt. Die letzte Kürzung ist mit der Finanzkrise verbunden gewesen. Seit über anderthalb Jahrzehnten schüttet der Chemiekonzern damit bereits konstant aus. Wobei das Dividendenwachstum gerade in den letzten Jahren eher mau gewesen ist. Aber, was soll’s: 6,93 % Dividendenrendite sind eine Messlatte, die ein sehr solides Renditepotenzial ermöglichen können.

Doch zugleich gibt es ein Risiko, das bei der BASF-Aktie selbst mit der Dividende verbunden ist. Sie ist nämlich nicht nachhaltig. Im Geschäftsjahr 2023 lag der Gewinn je Aktie bei 0,25 Euro. Im Jahr davor bei einem Verlust von 0,70 Euro. Zuvor sind im Jahre 2021 über 6 Euro als Ergebnis je Aktie erreicht worden. Gemessen an einem solchen Geschäftsjahr läge das Ausschüttungsverhältnis zwar bei unter 60 %. Allerdings ist die Wirklichkeit der vergangenen zwei Jahre, dass die Dividende bei BASF aus der Substanz gezahlt worden ist. Etwas, das ich jedenfalls wissen wollte, falls ich 10.000 Euro investieren möchte.

Eine günstige Bewertung?!

Okay, okay, um fair zu sein: eine günstige Bewertung bieten die 2023er und 2022er Kurs-Gewinn-Verhältnisse nicht. Wenn wir jedoch den 2021er Wert verwenden würden, so läge das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei gerade einmal 8. Bei einer operativen Rückkehr zu diesen Verhältnissen können wir wohl von einer Value-Aktie sprechen.

Allerdings sind KGV und Dividendenrendite nicht die einzigen Kennzahlen, die einen solchen Rückschluss zulassen. BASF kam selbst im Geschäftsjahr 2023 auf einen Umsatz je Aktie von 76,98 Euro. In einem Jahr, in dem der Umsatz bereits deutlich rückläufig gewesen ist. Wir sehen hier eine Aktie, die entsprechend ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von unter 0,7 aufweist.

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis ist hingegen mit einem Wert von 1,25 (ca.) inzwischen wieder etwas moderater. Alles in allem: Eine solide Bewertungslage, wenn die BASF-Aktie wieder an ihre alte Stärke herankommt. Unter diesen Perspektiven könnte ein Einsatz von 10.000 Euro möglicherweise eine attraktive Gesamtrendite ermöglichen.

10.000 Euro in die BASF-Aktie: Ein großes Risiko?!

Zu guter Letzt möchte ich jedoch auf das Risiko, das mit der BASF-Aktie und einer Investition von 10.000 Euro verbunden ist. Der springende Punkt für mich ist: Der Chemiekonzern ist in einem zyklischen Markt mit Herausforderungen aktiv. Die vergangenen Jahre des operativen Schrumpfkurses und der schwindenden Ergebnisse haben das gezeigt.

Hinzu kommt außerdem, dass BASF Gesamtverbindlichkeiten von über 40,7 Mrd. Euro aufweist. Das ist besser, als in vergangenen Jahren. Aber es ist trotzdem noch ein üppiger Schuldenberg. Vergessen sollten wir dabei nicht, dass das Management die eigene Dividende und deren Stabilität für schützenswert hält. Natürlich sorgt das für eine Rendite für uns als Investoren. Aber es hilft nicht, um die Bilanz zu verbessern.

Ein wichtiges Fazit ist und bleibt für mich daher: Bei allen attraktiven Vorzügen ist die BASF-Aktie ein relativ riskantes Investment. Natürlich ist das bei dieser High-Yield-Aktie schon etwas eingepreist. Ob ich heute 10.000 Euro investieren würde? Naja, sagen wir es so: Vermutlich würde ich bei einem neuen Positionsaufbau erst einmal einen kleinen Zeh in dieses Wasser tauchen.

Der Artikel Das passiert, wenn man 10.000 Euro in die BASF-Aktie investiert ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

Mehr Lesen

Vincent besitzt Aktien von BASF. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.

Aktienwelt360 2024