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'Pandora Papers': Chiles Präsident betreibt Schadensbegrenzung

·Lesedauer: 1 Min.

SANTIAGO DE CHILE (dpa-AFX) - Der chilenische Präsident Sebastián Piñera hat nach den Veröffentlichungen aus den "Pandora Papers" die Beteiligung an Geschäften mit einem umstrittenen Bergbauprojekt im Norden Chiles auf den Virgin Islands von sich gewiesen.

"Über den Verkauf von "Minera Dominga" 2010 bin ich weder informiert noch dabei konsultiert worden", sagte Piñera, einer der reichsten Männer des südamerikanischen Landes, in einer Pressekonferenz am Montag (Ortszeit).

Die Fakten in den Berichten seien nicht neu. "Sie wurden 2017 öffentlich bekannt, von der Staatsanwaltschaft untersucht und von den Gerichten 2017 aufgeklärt." Demnach lag keine Straftat vor.

Die Enthüllungen der "Pandora Papers", wonach die Familie von Sebastián Piñera ein millionenschweres Geschäft mit "Minera Dominga" auf den britischen Jungferninseln getätigt habe, haben in Chile Aufregung verursacht. Die Abschlusszahlung für den Verkauf der Mine an eine befreundete Familie hing demnach von der Weigerung der Regierung - damals unter Präsident Piñera - davon ab, die Gegend im Norden Chiles zum Naturschutzgebiet zu erklären.

Ein internationales Journalistenkonsortium hatte am Sonntag geheim gehaltene Geschäfte Hunderter Milliardäre, Politiker, Religionsführer und Drogenhändler veröffentlicht. Darunter befanden sich auch drei lateinamerikanische Präsidenten. Die sogenannten Pandora Papers beruhen nach Angaben des Konsortiums auf fast zwölf Millionen Dokumenten aus 14 Unternehmen weltweit.

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