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OECD-Wirtschaftsausblick: Stetiges globales Wachstum für 2024 und 2025 erwartet

Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gibt es Anzeichen dafür, dass die globalen Aussichten allmählich besser werden, auch wenn das Wachstum weiterhin mäßig bleibt.

"Die Auswirkungen der strafferen monetären Bedingungen halten an, insbesondere auf den Immobilien- und Kreditmärkten, aber die globale Aktivität erweist sich als relativ widerstandsfähig, die Inflation sinkt schneller als ursprünglich prognostiziert und das Vertrauen des privaten Sektors verbessert sich“, heißt es in dem Bericht.

Die OECD hob auch hervor, dass sich die Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage auf den Arbeitsmärkten verringern und die Arbeitslosigkeit auf Rekordtiefstständen oder in der Nähe davon bleibt.

"Die Realeinkommen haben begonnen, sich zu verbessern, da die Inflation nachlässt und das Handelswachstum positiv geworden ist. Die Entwicklungen sind weiterhin von Land zu Land unterschiedlich, wobei in vielen Industrieländern, insbesondere in Europa, schwächere Ergebnisse erzielt wurden, die durch ein starkes Wachstum in den Vereinigten Staaten und vielen Schwellenländern ausgeglichen wurden.“

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Es wird erwartet, dass die Gesamtinflation in den OECD-Ländern von 6,9 Prozent im Jahr 2023 auf 5 Prozent im Jahr 2024 und weiter auf 3,4 Prozent im Jahr 2025 sinken wird. Bis Ende 2025 wird die Inflation in den OECD-Ländern den Prognosen zufolge in der Nähe der meisten Zentralbankziele von zwei Prozent liegen. Dies dürfte auf sinkende Energie- und Warenpreise sowie auf eine strengere Geldpolitik zurückzuführen sein.

Das Wachstum im Vereinigten Königreich und in anderen großen europäischen Volkswirtschaften wird als bescheiden eingeschätzt

Das Wachstum der G20 und anderer Industrieländer wird wahrscheinlich deutlich hinter den Entwicklungsländern zurückbleiben. Schätzungen zufolge wird das Vereinigte Königreich 2024 ein Wachstum von nur 0,4 Prozent verzeichnen, 2025 wird es auf einen Prozent steigen.

Schätzungen zufolge wird der Euroraum 2024 ein Wachstum von 0,7 Prozent und 2025 von 1,5 Prozent verzeichnen. Frankreich wird dieses Jahr voraussichtlich auch ein Wachstum von 0,7 Prozent verzeichnen können, könnte aber möglicherweise dem Euroraum 2025 mit einem im Vergleich geringeren Wachstum von 1,3 Prozent hinterherhinken.

Ähnlich wird in Italien in diesem Jahr noch ein gleichstarkes Wachstum wie in der EU von 0,7 Prozent erwartet, für 2025 soll es aber um 0,3 Pozentpunkte weniger ansteigen mit nur 1,2 Prozent.

Deutschland, das lange Zeit als der "kranke Mann“ Europas galt, dürfte auch in diesem Jahr mit einem sehr bescheidenen Wachstum von 0,2 Prozent vergleichsweise enttäuschend abschneiden. Im nächsten Jahr könnte es für das Land jedoch deutlich positiver aussehen, da die OECD einen Anstieg von 1,1 Prozent erwartet.

Wirtschaftswachstum in Indien und China höher erwartet als in Europa

Andererseits wird für Indien sowohl 2024 als auch 2025 ein stetiges Wirtschaftswachstum von 6,6 Prozent erwartet, während in Indonesien 2024 ein Anstieg von 5,1 Prozent auf 5,2 Prozent im Jahr 2025 zu verzeichnen sein könnte.

Chinas Wirtschaft wird in diesem Jahr voraussichtlich um 4,9 Prozent steigen, trotz der immer noch anhaltenden Auswirkungen einer unsicheren Wirtschaft, hohen Lebenshaltungskosten und einer sinkenden Nachfrage nach der Pandemie. Im nächsten Jahr soll der Prozent jedoch nur um 4,5 Prozent steigen.

Im Februar 2024 lag die Arbeitslosenquote in der OECD bei 4,9 Prozent und bewegte sich damit in der Nähe des niedrigsten Niveaus seit 2001.

OECD-Generalsekretär Mathias Cormann sagte in einer Erklärung: "Die Weltwirtschaft hat sich als widerstandsfähig erwiesen, die Inflation ist in Sichtweite der Zentralbankziele zurückgegangen und die Risiken für die Aussichten werden ausgewogener. Wir erwarten für die Jahre 2024 und 2025 ein stabiles globales Wachstum, das allerdings unter dem längerfristigen Durchschnitt liegen dürfte."

Cormann ergänzte und apperlierte an die Politik: "Politische Maßnahmen müssen die makroökonomische Stabilität gewährleisten und die mittelfristigen Wachstumsaussichten verbessern. Die Geldpolitik sollte umsichtig bleiben und Spielraum für eine Senkung der Leitzinsen bieten, wenn die Inflation zurückgeht. Die Finanzpolitik muss sich mit dem zunehmenden Druck auf die Schuldentragfähigkeit befassen, und politische Reformen sollten Innovationen, Investitionen und Chancen auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere für Frauen, junge Menschen und ältere Arbeitnehmer, fördern."