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Nicht nur Biontech: Bund will bei Impfstrategie weiter auf verschiedene Corona-Impfstoffe setzen

·Lesedauer: 2 Min.
Eine medizinische Hilfskraft bereitet in einem Impfzentrum in Hanau Biontech-Impfstoffdosen vor
Eine medizinische Hilfskraft bereitet in einem Impfzentrum in Hanau Biontech-Impfstoffdosen vor

Die Bundesregierung will in den kommenden Jahren weiterhin auf den Einsatz mehrerer verschiedener Corona-Impfstoffe setzen, um Impfungen von Kindern und Jugendlichen, von Genesenen und Auffrischungsimpfungen durchzuführen. Das geht aus einem Strategiepapier des Bundes zur Impfstrategie für die Jahre 2022 und 2023 hervor, das Business Insider vorliegt.

Darin heißt es: "Seitens des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) wird ein Portfolio aus verschiedenen Impfstoffen basierend auf unterschiedlichen Technologien befürwortet." Es solle demnach sowohl auf die sich als sehr wirksam erwiesenen mRNA-Impfstoffe von Herstellern wie Biontech/Pfizer oder Moderna, als auch "auf inaktivierte oder Protein-basierte" Impfstoffe gesetzt werden.

Für Impfstoffe dieser Art seien bei anderen Infektionskrankheiten "Erkenntnisse zur Sicherheit über viele Jahre" nachgewiesen, heißt es in dem Papier. Unter anderem der Pharmakonzern Novavax hat einen entsprechenden Corona-Impfstoff entwickelt; für die EU zugelassen ist er bisher noch nicht. Aber: "Die Verfügbarkeit solcher Impfstoffe könnte sich zudem günstig auf die Akzeptanz bestimmter Teile der Bevölkerung von COVID-19 Impfungen auswirken", glaubt die Bundesregierung.

Bundesregierung spricht sich für weitere Impfstoffbeschaffung durch die EU aus

Die Bundesregierung spricht sich zudem dafür aus, dass die Beschaffung von Corona-Impfstoffen auch in Zukunft durch die EU geregelt wird. "Die Europäische Kommission verfügt bei Bestellungen für ca. 450 Mio. Einwohner über erhebliche Verhandlungsmacht, um günstige Konditionen für die Mitgliedstaaten zu erzielen", heißt es im Strategiepapier. Die Beschaffungsabläufe auf EU-Ebene seien eingespielt und würden die Mitgliedsstaaten vom Aufwand eigener Vergabeverfahren entlasten. Darüber hinaus bestehe mit Blick auf den freien Personenverkehr ein erhebliches Interesse daran, EU-weit einen ähnlichen Immunisierungsgrad gegen das Coronavirus aufrechtzuerhalten.

"Zur Risikostreuung sollte weiterhin ein Portfolioansatz verfolgt werden", schreibt die Bundesregierung. Das heißt: Auch auf EU-Ebene solle nicht nur auf den Kauf eines Impfstoffes, sondern auf den Kauf vieler verschiedener gesetzt werden. Zuletzt hatte die italienische Zeitung "La Stampa" berichtet, die EU plane, die Verträge mit den Impfstoffherstellern AstraZeneca und Johnson&Johnson nicht zu verlängern. Bestätigt sind diese Berichte noch nicht. Wohl aber hat die Europäische Kommission mittlerweile für die Mitgliedstaaten einen Vertrag mit BioNTech/Pfizer für die Jahre 2022 und 2023 über insgesamt 1,8 Milliarden Impfstoffdosen abgeschlossen.