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Nordkorea kritisiert neuen Sicherheitspakt der USA im Indopazifik

·Lesedauer: 2 Min.

SEOUL (dpa-AFX) - Die selbst erklärte Atommacht Nordkorea hat den neuen Sicherheitspakt der USA mit Großbritannien und Australien im Indopazifik scharf kritisiert. Der Pakt sowie die Entscheidung der USA, Australien beim Bau von U-Booten mit Nuklearantrieb unterstützen zu wollen, seien "extrem unerwünschte und gefährliche Aktionen", zitierten die Staatsmedien am Montag einen namentlich nicht genannten Beamten, der die Abteilung für internationale Nachrichten im Außenministerium leite. Das Verhalten der USA werde "die strategische Balance in der asiatisch-pazifischen Region umstoßen und einen Wettlauf um Nuklearwaffen in Gang setzen".

Der Kommentator warnte, Pjöngjang werde entsprechende Gegenaktionen unternehmen, falls sich herausstellen sollte, dass sich diese Schritte der USA auf die Sicherheit Nordkoreas auswirkten. Es sei nicht verwunderlich, dass Nachbarländer einschließlich China das Vorgehen kritisiert hätten. Er warf der Regierung von US-Präsident Joe Biden vor, ein doppeltes Spiel zu spielen.

Die USA, Großbritannien und Australien hatten die neue "Sicherheitsallianz" in der vergangenen Woche bekanntgeben. Sicherheitsexperten werteten die neue Allianz als eindeutigen Schritt gegen Machtansprüche Chinas im Indopazifik. Der Begriff steht für eine Region vom Indischen Ozean bis hin zum Pazifik

Die nordkoreanische Führung treibt seit Jahren die Entwicklung von Raketen voran, die nicht nur Südkorea und Japan treffen, sondern auch Atomsprengköpfe bis in die USA tragen können. Nordkorea hat sich selbst zu einer Atommacht erklärt. Nach Schätzungen der amerikanischen Organisation Arms Control Association vom August 2020 lagern in Nordkorea 30 bis 40 Atomsprengköpfe.

Nordkorea ist wegen seines Atomwaffenprogramms harten internationalen Sanktionen unterworfen. Auf Angebote der Biden-Regierung, die Verhandlungen über sein Atomprogramm ohne Vorbedingungen wiederaufzunehmen, lehnte das Land bisher ab. Zuletzt testete Nordkorea wieder Marschflugkörper und ballistische Kurzstreckenraketen. UN-Resolutionen verbieten Nordkorea Tests von ballistischen Raketen, die je nach Bauart einen Atomsprengkopf tragen können.

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